Lampertheim

Goetheschule Die Essener Achja!-Bühne betreibt auf lustige Art Umwelterziehung

Mit Motte gegen den Müll

Archivartikel

Lampertheim.Wer hätte gedacht, dass Umwelterziehung lustig sein kann? Auch wenn das moderne Musiktheaterstück „Motte will Meer!“ sehr lehrreich ist, wurde es mit viel Witz vollgepackt. Und das gefiel den Kindern der Goetheschule. In der Turnhalle gab es zwei Vorstellungen. Zuerst kamen die jüngeren Schüler in den Genuss, wenig später die Jahrgangsstufen drei und vier. Die Mädchen und Jungen wurden von den Schauspielern in das Stück mit einbezogen und freuten sich, wenn die Mimen auch mal durch die Zuschauerreihen wuselten.

Die mobile Achja!-Bühne kommt aus Essen, tourt aber bundesweit mit Kinder- und Jugendtheaterstücken. Jessica Jahning, Schauspielerin und Sozialpädagogin, ist die Leiterin und verkörpert im Stück Motte, ein keckes, aufgewecktes Mädchen. Ihr Ehemann Chris Ache-Jahning schlüpft am Anfang in die Rolle von Mottes Vater, den Fischer, und mit Szenen- und Bühnenbildwechsel stellt er den Erfinder Professor Fantastico dar. Die Technik regelt Peter Teuchert. Auch wenn die Darsteller mit ihren heiteren Sprüchen die Schüler zum Kichern bringen, geht es hier nicht nur um Spaß.

Plastik statt Fische

Umwelterziehung ist angesagt. Denn seit geraumer Zeit wird in den Meeren immer mehr Plastikmüll gefunden. Diese Situation vermitteln die Theaterleute den Grundschülern kindgerecht. Sie wollen die Kids zum umweltbewussten Handeln anregen. Mottes Vater fängt nämlich statt Fischen lauter Plastikmüll. Darum muss er umso öfter hinaus aufs Meer und hat kaum noch Zeit, mit seiner Tochter zu spielen.

Das muss sich ändern, beschließt Motte. Sie will das Meer retten. „Wo kommt das ganze Plastik denn her?“ fragt Motte die kleinen Zuschauer. Und die rufen ihr Antworten entgegen wie: „Aus den Läden!“ Es müsse doch jemand geben, der das Plastik herstellt, vielleicht werde das in einer Fabrik produziert, vermutet Motte. Nun rufen ihr die Kinder ein lautes „Jaaa!“ zu. Motte trifft auf Professor Fantastico, der eben mit China telefoniert und einen Auftrag für eine Million Plastiktüten erhält. „Hier wird also das Plastik produziert“, stellt Motte erzürnt fest. „Bin ich nicht ein genialer Erfinder?“ fragt der Professor und sucht Anerkennung. „Nein!“, rufen die Kinder in ohrenbetäubender Lautstärke.

Gemeinsam besprechen die Theaterleute mit den Kindern die Trennung von Wertstoffen: Was kommt in welche Tonne? Plastik gehört in den gelben Sack. Die Schüler wissen bestens Bescheid. „Das Theaterstück ist der Auftakt unserer Projektwoche zum Thema Nachhaltigkeit“, erklärt Lehrerin Gudrun Friedrich. Die endet mit einem Schulfest am heutigen Freitag, 4. Mai. Das Fest und der Festumzug stehen unter dem Motto „Genug für alle für immer“.

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