Lampertheim

Handball-Bezirksoberliga Nach dem 32:30-Erfolg in Erbach fordert der TV Lampertheim Spitzenreiter Tvgg Lorsch

Mit Rückenwind ins Gipfeltreffen

Lampertheim.Die „alten Männer“ haben es schließlich gerichtet – auch wenn durchaus auch junge Hüpfer dabei waren: „Ich habe zu meinen Spielern gesagt, sie sollen das jetzt lösen wie alte Männer“, erklärt Achim Schmied, Trainer des Handball-Bezirksoberligisten TV Lampertheim, nach dem 32:30 (17:13)-Erfolg beim SV Erbach.

Damit reagierte er in einer Auszeit auf den zerfahrenen Start beim abstiegsbedrohten SVE. „Wir waren spielerisch überlegen, treffen dann aber das Tor nicht und dann versuchen wir auch noch, mit wilden Dingern zum Erfolg zu kommen“, so Schmied. „Da habe ich einfach Ruhe gefordert, habe gefordert, dass wir uns auf einfache Sachen konzentrieren und nicht hektisch spielen.“ Und seine Mannschaft – mit einer gesunden Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern – nahm sich das zu Herzen und agierte in der Folge deutlich abgezockter. Der Abteilungsleiter der Gäste, Thomas Flath, musste im Anschluss anerkennen: „Lampertheim ist nicht unsere Kragenweite. Gegen eine solche Spitzenmannschaft fehlen uns die Möglichkeiten, um länger mitzuhalten.“ Und er gab auch zu: „Das enge Resultat spiegelt den Verlauf nicht wider: Lampertheim war deutlich überlegen.“

Das sah auch Achim Schmied so: „Eigentlich hätte es schon nach elf Minuten nicht 6:6, sondern 8:1 für uns heißen müssen. Aber erst nach dem 10:10 haben wir uns abgesetzt“, blickt Schmied auf die Leistungssteigerung und schließlich auf den 17:13-Pausenstand.

Im zweiten Abschnitt ließ Lampertheim dann nichts mehr anbrennen. Grundsolide erhöhten die Spargelstädter auf 23:16 (38.) und 26:19 (44.). Schmied begann, durchzuwechseln und auch ein bisschen was zu probieren. Dadurch konnte Erbach in der Folge wieder etwas besser mithalten, „aber in Gefahr gerieten wir nicht mehr, auch wenn schließlich der 30:32-Endstand recht knapp aussieht“, bilanzierte der TVL-Coach. „Ich war mir aber sicher, dass ich jederzeit hätte umstellen können, wenn es wirklich eng geworden wären. Wir waren spielerisch eindeutig überlegen und hatten wesentlich mehr Möglichkeiten in unserem Kader. Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung hob Schmied Finn Emmerich hervor: „Er hatte eine richtig saubere Quote. Er hat gezeigt, dass er dazugehört und dass ich ihn mit seiner Dynamik jederzeit bringen kann“, lobte er den Spieler, der wegen seines Studiums nur selten trainiert.

Für die eigenen Ambitionen

Jetzt richtet sich der Blick auf das kommende Wochenende: Dann steigt in der Jahnhalle das vierte Derby in Folge für den TVL und zugleich das Spitzenspiel: Die Tvgg Lorsch kommt als verlustpunktfreier Spitzenreiter nach Lampertheim. „Das wird ein richtig interessantes Spiel“, so Schmied, der mit einem Heimsieg Rang zwei untermauern und die eigenen Ambitionen unterstreichen möchte.

SVE-Tore: Müller (11/7), Grabisch (5), Buschendorff (4), Luca Jordan (3), Grebe, Röder, Fabian Jordan (je 2), Rougelis (1).

TVL-Tore: Zielonka (8/4), Pfendler, Nieter, Emmerich (je 4), Karb, Glanzner (je 3), Fröhlich (2), Eschenauer, Deissler, Radmacher, Gaebler (je 1). me

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