Lampertheim

Senioren-Amateurtheater Bei Workshop in Wetzlar wichtige Erfahrungen gesammelt

„Mitbewohnerin“ kommt an

Archivartikel

Lampertheim.Sie haben allen Grund zur Freude: die Mitglieder des Senioren-Amateurtheaters Lampertheim „Die HerbstZeitLosen“ um ihren Regisseur Heiner Kraft und Teamleiter Herbert F. Tiefel. Im Pressegespräch berichten sie über ihre Erfolge in Wetzlar. Vier Akteure hatten dort am dritten Senioren-Theater-Workshop des Verbands Hessischer Amateurtheater teilgenommen und die ganze Schauspielgruppe am zweiten Hessischen Seniorenfestival „On Stage 2019“ im Kellertheater. Dort führten die Lampertheimer Mimen den zweiten Akt ihres Premierenstückes „Mitbewohnerin gesucht“ auf.

Heiner Kraft ist zugleich Mitglied im Präsidium des Verbandes Hessischer Amateur Theater und Bereichsleiter Süd. „Der Seniorenbeirat der Stadt Lampertheim hat uns unterstützt“, erklärte Teamleiter Herbert F. Tiefel. Er ließ die Theaterwoche in Wetzlar Revue passieren: „An den ersten zwei Tagen standen in den Workshops Atemtechnik, Darstellung Bewegung und Stimmübungen auf dem Programm.“ In den nächsten Workshop-Stunden wurde eine 45-münitige Collage aus der „Dreigroschenoper“ inklusive der Moritat von Bertold Brecht erarbeitet. Weiterhin konnten die Spieler, anlässlich des 200. Geburtstages von Theodor Fontane, dessen Gedicht „Der Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“ auf der Bühne proben. Außer fachkundigen Amateurtheaterleuten sei bei der Premiere auch eine große Besucherschar im Zuschauersaal gesessen. „Das Publikum war begeistert, über diese in nur fünf Tagen auf die Bühne gebrachten Leistungen“, meinte Tiefel.

Geist und Fantasie belebt

„Es war eine anstrengende, aber sehr schöne Arbeitswoche“, bekundete Spielerin Ute Brozio. Gaby Schuster hat fasziniert, mit welcher Ruhe und Harmonie die Gruppen gespielt haben. Das Einstudieren des Theaterstückes von Brecht habe den Geist und die Fantasie belebt. Die Senioren seien im Spiel von der Theaterfachfrau Barbara Zorn bestärkt worden. Karl-Heinz Lepper war von der Qualität der Zusammenarbeit und der Aufführungen beeindruckt. Beispielsweise von dem Puppenstück „Die Bremer Stadtmusikanten“ der Assenheimer Senioren. Und auch die Lampertheimer hätten mit ihrem Werk „Mitbewohnerin gesucht“ begeistert.

Helga Geier ist neu in den Reihen der „HerbstZeitLosen“ und war in Wetzlar schon aktiv. „Die Atmosphäre war toll und es war wunderschön, Theaterluft zu schnuppern.“ Christina Kiehs-Glos hat mit Heiner Kraft den Sketch „Schiller und Schaller“ und mit dem Team „Mitbewohnerin gesucht“ gespielt. Es sei spannend gewesen, auch die anderen Amateurtheaterleute und deren Arbeit kennenzulernen. Karin Breckner brachte ihre Idee vor, die Puppenspieler aus Assenheim nach Lampertheim einzuladen. „Mich hat auch die Herzlichkeit beeindruckt, die uns entgegengebracht wurde“, lobte Friedel Keller. „Ich bin fasziniert, was die Senioren alles in ihrer Freizeit bewegen“, bekräftigte Monika Schlappner.

Nun arbeitet die Gruppe am neuen Stück „Gerichtssache Luther. „Für eine weitere erfolgreiche Probenarbeit brauchen wir vor allem männliche Darsteller, aber auch Frauen ab 55 Jahren“, erklärte Tiefel. Die Theaterproben sind freitags von 16 bis 18 Uhr im ersten Stock der Seniorenbegegnungsstätte Alte Schule. Am Samstag, 28. September, 10 bis 13 Uhr, werden anlässlich des Seniorentages der Stadt Lampertheim Sketche in der Zehntscheune aufgeführt.

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