Lampertheim

Musik Dank speziellem Hygienekonzept muss in Hofheim nicht auf weihnachtliche Tradition verzichtet werden

Mitglieder des Posaunenchors spielen zur Kurrende auf

Archivartikel

Hofheim.Die traditionelle Kurrende des Evangelischen Posaunenchores an Heiligabend stand im Vorfeld lange auf der Kippe. Zur Freude der Aktiven und der Hofheimer Bevölkerung konnten die Bläser die lieb gewonnene Tradition im Gegensatz zu vielen anderen Chören in der Region dann doch noch aufrecht erhalten.

Grundlage hierfür war die Zustimmung seitens der Stadtverwaltung, basierend auf einem speziell ausgearbeiteten Hygienekonzept. So musste neben den gängigen Abstandsregeln auch während der Wegstrecke von einer zur nächsten der insgesamt 18 Stationen immer wieder der Mundschutz hochgezogen werden, Vergleichbares gab es in der Geschichte des Chores noch nie.

Seit 1945 führt der Posaunenchor die Kurrende ununterbrochen durch. Auch die Distanz untereinander – zwei Meter beim Musizieren der Weihnachtslieder – sowie zu den Zuhörern war ungewöhnlich. Bei fast vier Stunden Fußweg durch Hofheim fehlte den Aktiven insbesondere der Kontakt zu den Zuhörern, die dieses Mal keine Getränke oder Speisen reichen durften. Begonnen wurde die von einigen Regenschauern begleitete Tour wie immer an der Friedenskirche, wo der Abschluss des Gottesdienstes gleichzeitig musikalisch umrahmt wurde. Corona- und krankheitsbedingt trat der Posaunenchor nur mit halber Stärke auf. Einige der Protagonisten hatten Chorleiter Dirk Hindel bereits im Vorfeld abgesagt. Ein fester Stamm von acht Bläsern zog das komplette Programm durch, unterwegs verabschiedete sich aber der eine oder andere Musiker vorzeitig.

Dennoch gab es umso stärkeren Applaus und Anteilnahme der Bevölkerung wie in den Vorjahren, wie Vorsitzender Wolfgang Herbert bestätigte. Für die Protagonisten der Kurrende war es auch wichtig, sich nach Wochen der Vakanz ohne jegliche Proben endlich einmal wieder gemeinsam zu sehen. fh

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