Lampertheim

Aktionstag Oldtimertreffen und Neuwagenschau locken am verkaufsoffenen Sonntag in die Innenstadt

Mobile mobilisieren Menschen

Lampertheim.Geschenkideen für den Muttertag gab es viele: Blumen, Naschwaren, Modetrends oder ein Restaurantbesuch. Ab 13 Uhr waren gestern die Geschäfte in Lampertheims Innenstadt geöffnet und manche Mutter wurde von ihren Kindern zum Bummel durch die Läden eingeladen. Bei vielen Familien ging es jedoch schon in den Vormittagsstunden hinaus in das Freie. Ab 10 Uhr gab es eine vielfältige Autoschau zu erleben: Die Mitglieder von Lampertheim Classics präsentierten zum dritten Mal in Folge Oldtimer und einige Youngtimer entlang der Römerstraße sowie rund um die Domkirche. Autohäuser stellten ihre Neuwagen in der Kaiserstraße aus.

Überall gab es Fachgespräche und Aktionen, so dass der Besuch über die Automeile und in den Geschäften den Müttern einen spannenden und unvergesslichen Muttertagsausflug bescherte. Dass sich nur Männer für Autos und Technik interessieren war gestern. Die moderne Frau werde ebenfalls von den alten Schätzchen und neuen Fahrzeugmodellen in ihren Bann gezogen, bestätigte Antonio Mazzone, Vertriebsleiter vom KIA-Autohaus in Hofheim. Frauen seien nicht unbedingt die Zielgruppe allein für Kleinwagen. Beispielsweise lasse das Modell „Stinger“, auf der Ausstellung in einem strahlenden Rot zu bewundern, die Herzen des weiblichen Geschlechts höher schlagen.

Edle Karossen

Schon in den frühen Vormittagsstunden parkte Markus Dreier aus Heidelberg seinen gelben VW-Käfer in der Römerstraße. Etwas ganz Besonderes war sein selbstgebauter Campinganhänger. Schnell war dieser zum Schlafplatz umgebaut. Die Mitglieder von Lampertheim Classics selbst stellten ihre eigenen edlen Karossen auf dem Europaplatz ab. Nach und nach kamen Oldtimerfreunde, ob mit Autos oder Zweirädern, aus nah und fern zum Alten Rathaus gefahren.

Dort wurden sie vom Veranstalter, dem Oldtimer-Verein Lampertheim, begrüßt. Roland Marke hatte die Moderation übernommen und Michael Zayc teilte an die Fahrer Präsente aus: Eine Tüte mit einem Glas eingelegten Spargel und einem Schmuckstück, für die weiblichen (Co-) Piloten gab es eine Rose. Im letzten Jahr seien es 350 Teilnehmer gewesen und dieses Mal wolle man die Zahl toppen, sagte Thomas Kissel der zweite Vorsitzende von Lampertheim Classics. Derweil begrüßte Roland Marke den Piloten Roland Ihrig aus Birkenau in seiner Knutschkugel, einer Isetta, Baujahr 1961.

Hinter ihm fuhr der Viernheimer Rolf Sponagel mit seinem Mini aus dem Jahr 1985 ein. „Den hinteren Teil des Autos habe ich extra für meinen Hund Lotte umgebaut“, erklärte Sponagel lachend. „Schön, dass du dabei bist“, begrüßte Marke den Lampertheimer Stefan Weis auf seiner BMW. Ebenfalls aus der Spargelstadt ist Peter Medert. Er steuerte den Traktor Porsche Diesel seines Schwiegervaters Ludwig Herweck auf den Europaplatz. Classics-Fahrer Daniel Götz chauffierte Bürgermeister Gottfried Störmer, Spargelkönigin Nadine II. und den Vereinsvorsitzenden Christian Rösch zum Treffpunkt Altes Rathaus. Angesichts der eintreffenden Prominenz spielte der Walk-Act der Musikerinitiative zum Ständchen auf. Der Verwaltungschef freute sich über die zahlreichen Besucher, aber auch über die Rennfahrer, die aus Lampertheim stammen – wie Marvin Dienst. Er dankte dem Oldtimer Verein und allen Ausstellern für ihren Einsatz. Und der Vereinsvorsitzende wiederum bedankte sich bei der Stadt Lampertheim und beim DLRG für die Unterstützung.

Nadine II. wendete sich vor allem an die Mütter und wünschte ihnen einen schönen Tag. Während die Oldtimer von den Vereinsmitgliedern und den Mitstreitern der DLRG eingewiesen wurden, bestaunten zahlreiche Besucher die Ausstellung über Lampertheims Rennlegenden Wilhelm Herz, Karl Ernst und Manfred Herweh. Hermann Maischein hatte Bilder beigesteuert. Auf einem war sein Vater Hans Maischein als Moto-Cross-Fahrer auf der Rennstrecke in der Bonaue zu sehen.

Info: Fotostrecke unter suedhessen-morgen.de

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