Lampertheim

Moderne Bildungswelt

Uwe Rauschelbach über Bildungs-Campus und Kulturstätte

Noch wirkt das Ganze wie eine nette Idee, die jemand in die Welt gesetzt hat, um die schnöde muffige Bildungswelt mit frischen Farben aufzupolieren. Ein Schulcampus in Lampertheim mit einem Investitionsvolumen von (geschätzten) 60 Millionen Euro, ein modernes pädagogisches Konzept, das den Staub aus alten Klassensälen fegen soll – das klingt zu revolutionär, um wahr zu sein. Doch dem Landrat ist damit ernst. Und die Planungsphase 0 endet mit Ergebnissen, die eine reale Grundlage für weitere konkrete Planungen bieten. Weitere Phasen sind freilich zu überstehen, bis aus den schematischen Zeichnungen für diesen Campus wirkliche Gebäude werden.

Wie die Stadt in dieses Konzept eine Kulturstätte integrieren will, ist aus heutiger Sicht aber nicht abzusehen. Erst einmal sollen Umfragen und Gutachten die Auswirkungen einer solchen Einrichtung, würde sie in der Innenstadt gebaut, auf ihre Umgebung prüfen. Ein parlamentarischer Prozess zu dieser Frage ist noch in weiter Ferne. Geschweige denn eine Abwägung zweier unterschiedlicher Standorte. Nun hat, wie man hört, der in der Verwaltung mit dem Stadtumbau beauftragte Mitarbeiter gekündigt. Zum zeitlichen Druck gesellt sich damit auch ein personelles Defizit. Und das alles vor dem Horizont der sich eintrübenden Kommunalfinanzen.

Klar ist: Eine Kulturstätte gäbe es auch in Kooperation mit dem Schulträger nicht zum Nulltarif. Zusätzlich hätte Lampertheim die Frage der Verkehrsführung und des Parkens in diesem Bereich zu klären. Vor diesem Hintergrund wird die Stadt mit der Eile des Landrats kaum Schritt halten können.

 
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