Lampertheim

Fastnacht Kampagnenauftakt am 11. November kommt näher / „Alles läuft super“

Mondhexen rüsten sich zum Tanz

Lampertheim.Auch in einer Hexenzunft gibt es Mitgliederversammlungen. Die Mondhexen Lu-La trafen sich jetzt, um ihren Vorstand zu wählen und über Details für die Fastnachts-Kampagne 2018/19 zu sprechen. Zumal mit dem 11. November auch die Hexentaufe ansteht.

Bis Aschermittwoch werden die Hexen und Teufel Peter ihr Unwesen treiben. Für diesen Hexenreigen und für weitere Veranstaltungen gilt es noch einiges vorzubereiten, war von der Owwerhexe und der Vereinsvorsitzenden Petra Dembski zu erfahren. Im Verein gibt es nicht nur Frauenpower, sondern auch vier männliche Hexen und den Teufel.

„Wir freuen uns über zehn neue Mitstreiter. Damit haben wir aktuell 21 Mitglieder“, erklärte die Owwerhexe. Sie lobte: „Wir haben ein gutes Miteinander, alles läuft super, so können wir weitermachen.“ Die vereinseigenen Hexen seien rührig und packten kräftig mit an. Zum Beispiel indem sie ihre Kostüme nähten, die Auftritte organisierten und die Räume schmückten.

Gruselige Motive

Darum war die Owwerhexe sehr erfreut, als zur Mitgliederversammlung Spenden für die Saalverschönerung eingingen, darunter handgefertigte Hexenbesen, Deko-Spinnennetze und Servietten mit gruseligen Motiven. „Auch die vier Jugendlichen basteln für die Dekoration mit“, erklärte Dembski und fügte hinzu: „Der Vorstand der Lu-La Hexenzunft hat eine wöchentliche Bastelstunde eingeführt. Unsere Kostüme haben wir selbst geschneidert, nur die Jugendlichen erhalten fertig gekauft Röcke, die wir noch aufwerten“, verriet die Owwerhexe.

Selbstverständlich tragen die Hexen gruselige Masken, damit der Verwandlungseffekt gelingt. „Hexen bis 18 Jahre tragen Stoffmasken und von da an Masken aus Holz. Die Holzmasken wurden als Rohlinge gekauft und in mühseliger Handarbeit bearbeitet, geschliffen und bemalt. Dann mussten noch die Haare und die Kopftücher an den Masken befestigt werden“, erläuterte die Hexenqueen. Welches schaurige Wesen seine Kopfbedeckung und seinen Flugbesen noch attraktiver machen will, das wählt eine oder mehrere Lichterketten.

„Bisher sind wir in der neuen Kampagne von Organisationen für Auftritte in Mainz und Speyer sowie in einem Seniorenheim in Biblis gebucht worden“, verrät Dembski. Die Vereinsmitglieder führen dann nicht nur ihren Hexentanz vor, sie wenden auch ihre Zauberkräfte an und verwandeln einige der Gastgeber in Kobolde. Auch mit dem Hexenvorstand ist nicht zu spaßen. In der Hexenzunft gibt es eine Kleiderordnung, und wenn beispielsweise solch ein schauriges Wesen ein Hexenaccessoire zum Auftritt vergessen hat, dann bekommt dieser Schelm eine Woche lang eine große Glocke um den Hals gehängt.

Für ihre Präsentationen wünschen sich die Hexen musikalische Unterstützung. „Wir möchten mittelalterliche Musik mit Guggemusik verknüpfen und suchen Interessenten ab zwölf Jahren mit Blas- und Schlaginstrumenten“, sagte die Owwerhexe. Amateurmusikerin Tina Boch hat sich bereiterklärt, die Musikformation zu leiten. Die Musik-Proben finden von 18 bis 20 Uhr in der Goetheschule statt.

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