Lampertheim

Politik Hessischer CDU-Spitzenkandidat Simon in Lampertheim

„Müssen Europa erklären“

Archivartikel

Lampertheim.Eines machte CDU-Spitzenkandidat Sven Simon (Bild) bei seinem Besuch in Lampertheim von Anfang an klar. Man könne über einzelne EU-Standards oder Verordnungen streiten. Über eines aber nicht: „Wir brauchen eine europäische Ebene für einen funktionierenden Binnenmarkt“, betonte Simon im Alten Rathaus. Dafür müsse man oftmals auch die kleinen Dinge regeln: „Aber wir müssen es besser erklären.“ Es stehe viel auf dem Spiel bei der Europawahl am 26. Mai.

Mit seinem Auftritt lieferte der Jurist ein klares Bekenntnis für die Europäische Union. In die Spargelstadt hat den gebürtigen Hesse der Lampertheimer CDU-Vorsitzende Aidas Schugschdinis gelotst, der den Spitzenkandidaten von seiner einstigen Tätigkeit in Brüssel persönlich kennt. Die Gelegenheit, Sven Simon vor Ort kennen zu lernen und mit ihm zu diskutieren, nutzten etwa 20 Christdemokraten. Unter ihnen waren auch der Bergsträßer Landtagsabgeordnete Alexander Bauer und der CDU-Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Michael Meister. Letzterer erhoffte sich vom neuen Europawahl-Spitzenkandidaten „Impulse aus Hessen nach Europa“. Er erinnerte in dem Zusammenhang auch an das europäische Schienenprojekt Rotterdam – Genua mit dem Abschnitt Frankfurt-Mannheim. „Wir sind für Infrastruktur – aber menschenverträglich“, betonte Meister.

Simon selbst machte zunächst Werbung für das europäische Projekt als solches. Das „größte Friedensprojekt“, so Simon, sei zum vermeintlichen Bürokratiemonster geworden. „Das kann man nur auflösen, indem wir es erklären“, unterstrich er. Erstmals seit der ersten Europawahl 1979 stehe die Handlungsfähigkeit des Parlaments auf dem Spiel. „Es ist eine Richtungs-, vielleicht sogar eine Schicksalswahl“, prognostizierte Simon – und hofft, eine Blockademehrheit antieuropäischer Parteien zu verhindern.

„Wir leben in der EU nicht im Paradies, aber so gut, wie fast nirgends auf der Welt“, betonte Simon. Grundlage für den wirtschaftlichen Wohlstand ist seiner Ansicht nach ein funktionierender Binnenmarkt in Europa. Der sei auch die Kernidee der europäischen Integration. ksm

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