Lampertheim

Musikszene Stefan Umhey aus Hüttenfeld gewinnt Wettbewerb beim Heidelberger Frühling

Mundart-Song überzeugt Jury

Archivartikel

Hüttenfeld.„Do schteck’sch net drin“, sagt Stefan Umhey im kurpfälzer Dialekt und lächelt verschmitzt. Man könne ja nie wissen, was kommt. Aber für den Musiker Umhey kam es super, die Zeit der Ungewissheit ist vorüber. „Do schteck’sch net drin“, ist nämlich auch der Titel der Eigenkomposition, mit der der Hüttenfelder als Sieger aus dem Song-Wettbewerb der Heidelberger Mitmachaktion „Heidelberg singt“ hervorgegangen ist.

Umheys Freude ist entsprechend groß. Schließlich haben für diesen Entscheid, der ein Projekt des Heidelberger Frühlings ist, sehr viele Musiker, Sänger und Ensembles ihre Songs eingereicht. „Der Song sollte zum Leitgedanken des Projekts ,Wie wollen wir leben’ geschrieben und per Video eingesendet werden“, erklärt der Hüttenfelder im Gespräch mit dem Südhessen Morgen. Der Kreativität seien dabei keine Grenzen gesetzt gewesen.

Umhey, versierter Musiker der Formation „Schümelage“, komponierte und textete eifrig. Fürs Video setzte er sich eine karierte Kappe auf, nahm seine Halbakustikgitarre in die Hände und auf der roten Couch im Wohnzimmer Platz. Dieses Video musste er im Internetportal YouTube hochladen. Umheys Lied kam in die engere Auswahl – mit sieben weiteren Songs wurde es für die Online-Abstimmung zugelassen.

Am vergangenen Samstag war es dann soweit: Im Rahmen des Heidelberger Festivals präsentierten die Songwriter ihre Kompositionen. Dafür waren zahlreiche Bühnen und Stationen aufgebaut worden. „Ich bin viermal aufgetreten, unter anderem auf dem Heidelberger Schloss“, berichtet Umhey. Beim letzten Auftritt wurde dem Hüttenfelder der Preis für den besten Song überreicht. Außerdem gab es eine Urkunde und die Zusage für einen Auftritt beim Heidelberger Frühling 2020.

Gewonnen hat der gebürtige Heidelberger, der seit 17 Jahren in dem Lampertheimer Stadtteil lebt, mit seinem bisher einzigen Song in kurpfälzer Dialekt. Er habe mal etwas anderes machen wollen und deshalb das Lied in Mundart verfasst. Umhey beschreibt sich selbst als leidenschaftlichen Musiker und tritt als Solist oder mit Schümelage auf. Vor allem habe er eine Affinität zum Jazz. „Schon seit meiner Kindheit“, verrät er.

Mischung aus Swing und Chanson

Die Musikrichtung von Schümelage sei eine Mischung aus Swing und Chanson mit Standards und eigenen Kompositionen. „Wir spielen bekannte Schlager der 1930er und 1940er Jahre, Bossa nova sowie neue Kompositionen, abseits des Pop-Mainstreams“, erklärt Umhey. Der Bandname Schümelage verschmelze das französische Wort Jumelage für grenzüberschreitende Städte-Partnerschaft mit kurpfälzer Schreibweise. „Musik macht keinen Halt vor Sprach- und anderen Grenzen“, betont Umhey.

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