Lampertheim

Stadtratsposten Klingler äußert sich bei Parteigenossen

„Muss das akzeptieren“

Archivartikel

Hüttenfeld.Eigentlich wollten Jens Klingler und Marius Schmidt die „Causa Stadtrat“ nicht zum Hauptthema machen. Dennoch bezogen der zum 1. Februar 2021 geschasste Erste Stadtrat und sein designierter Nachfolger bei der Mitgliederversammlung der SPD in Hüttenfeld Stellung und schilderten ihre Sicht der Dinge. Noch-Stadtrat Klingler zeigte sich dabei gleichzeitig sportmännisch wie kämpferisch.

„Als Demokrat muss ich akzeptieren, wenn ich als Person oder Partei keine Mehrheit habe. Als Demokrat muss und kann ich damit leben“, erklärte er. Er wisse, dass „nicht alle in der FDP gegen mich waren“. „Es wären aber genug, dass es nicht durchgegangen wäre“, sagte er über eine mögliche Kampfabstimmung. Der Lampertheimer SPD-Vorsitzende betonte, es sei nicht selbstverständlich, dass der Koalitionspartner das noch vor der Wahl mitgeteilt habe, anstatt ihn in der Abstimmung auflaufen zu lassen. Dennoch könne man bei der Wahrheit bleiben und Gründe offen ansprechen. Der SPD den Schwarzen Peter in Sachen Abweichler zuzuschieben hält er für eine Ablenkungstaktik. Schmidt betonte: „Wir haben mehrfach in geheimer Vorabstimmung einstimmig für Jens Klingler gestimmt. Wir wären mit ihm auch in eine unsichere Kampfabstimmung gegangen.“ Die Würde einer Person sei es im Zweifelsfall aber nicht wert zu opfern.

Klingler erkannte in manch einer Aussage, er sei an der eigenen Partei gescheitert, gar die Absicht, „einen Spalt in die SPD und zwischen mich und Marius Schmidt zu treiben“ – und kündigte an: „Das wird nicht gelingen.“ Weil er die Genossen „zu 100 Prozent“ hinter sich wisse, wolle er sich auch weiterhin in der Kommunalpolitik engagieren. ksm

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