Lampertheim

Bildung Schüler des Lessing-Gymnasiums geben Kammermusik-Konzert in der Mensa

Mut zu ausgefallenen Klängen

Lampertheim.„Ich möchte Sie ganz herzlich begrüßen zu unserem kleinen, aber feinen Kammermusik-Konzert“, eröffnete Diana Bauer das Programm am Donnerstagabend. Im Lessing-Gymnasium fand an diesem Tag das alljährliche Konzert statt, zu dem nicht nur die Familien der musizierenden Schüler, sondern auch Musikliebhaber kamen. Da Matthis Andresen, der die Gesamtleitung des Abends innehatte, krankheitsbedingt ausfiel, übernahm Diana Bauer seine Aufgabe.

„Es erwarten Sie heute Abend verschiedene Klänge“, erklärte die Lehrerin für Musik und Latein. Neben den sachten Tönen der Altflöte seien auch unbekannte und ungewöhnliche Klänge ein Teil des Programms, welche beim ersten Eindruck sogar schräg wirken könnten. „Das ist so gewollt“, fuhr Bauer mit einem Schmunzeln fort. Pünktlich um 19 Uhr erfüllten die ersten Töne die Schulmensa.

Der Wahlunterricht Musik aus Klasse neun eröffnete den Abend mit dem Stück „Die Welt“ aus „El Cimarrón“ von Hans Werner Henze. Das Ensemble besteht aus Elias Bergner, Lars Friedrich, Arne Jaedke, Daina Johannes, Aylin Lamm, Philipp Lederer und Filippo Saglimbene. Mit ihren Instrumenten, Sprechgesang sowie dem Wechsel zwischen lauten und leisen Tönen beziehungsweise langsamen und schnellen Rhythmen entführten die Musiker das Publikum direkt zum Beginn des Abends in eine Welt der außergewöhnlichen Klänge.

Kräftigere Töne, die den ganzen Raum mit Musik erfüllten, bot die Gruppe um Mia Radau (Posaune), Rahel Klein (Euphonium) und Moritz Stach (Tuba). Mit den bekannten Stücken „Kumbaya“ und „Ode an die Freude“ unterhielten sie das Publikum und wurden für ihren Mut mit großem Applaus belohnt. Mit Nike Maischein folgte eine weitere mutige Schülerin und die einzige Solistin des Abends. Mit ihrer Altblockflöte und dem Stück „Der Frühling“ aus Antonio Vivaldis „Die vier Jahreszeiten“ tauchte sie den Saal in eine ruhige Atmosphäre.

Modern und altbekannt

Ein bekanntes und zugleich modernes Stück präsentierte der Chor 7+ gemeinsam mit Janina Müller (Gitarre). Die Darbietung von Paul Simons „The Sound Of Silence“ war nicht nur harmonisch, sondern auch gefühlvoll. Im Anschluss daran blieb der Chor auf der Bühne. Die Truppe aus Lilly Anders, Sena Haun, Malena Plenert, Selina Presti, Hannah Thiel, Nina Gutschalk und Maren Keibel erhielt für den nächsten Auftritt jedoch neue musikalische Verstärkung. Julia Metzner (Querflöte), Anja Rohde (Saxofon) und Constanze Hentschel (Klavier) unterstützten die Mädchen bei den Stücken „Sailing“, „Hallelujah“ und dem bekannten Klassiker „Country Roads“. Damit nahmen sie das Publikum mit auf eine musikalische Reise, die den Höhepunkt des Abends in der Mensa bescherte.

Ganz klassisch wurde es zum Abschluss des Konzertes noch einmal mit Henrike Stöckinger (Querflöte), Jasmin Magahed (Violine) und Dane Ehret (Violoncello), welche die ersten beiden Sätze der „Triosonate in e-Moll“ von Johann J. Quantz spielten. Mit einem besonders langen Applaus bedankte sich das Publikum noch einmal bei allen Musikern.

„Ich freue mich über so einen großen Applaus bei einem so kleinen Darbietungsformat“, betonte Schulleiterin Silke Weimar-Ekdur. Sie richtete Worte des Dankes an das Kollegium und lobte vor allem den Mut der Schüler. „Der Abend hat mich sehr fröhlich gestimmt“, gab sie mit einem Lachen zu. Besonders das experimentelle Stück zum Beginn des Konzertes habe ihr gut gefallen. Diesem Lob schloss sich ihr Kollege Jérôme Dath an. „Ihr habt etwas ganz Tolles geschafft“, erklärte er an die Jugendlichen gewandt. Der Abend habe mit moderner Musik begonnen und habe mit klassischer Musik geendet, welche durch das Engagement der jungen Leute dennoch zeitgemäß klang. „Ihr habt am Rad der Zeit gedreht“, betonte der Musiklehrer anerkennend.

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