Lampertheim

Glaube Hofheimer Geistlicher Holger Mett feiert Ordinationsjubiläum in der Friedenskirche

Nach 25 Jahren noch immer „gerne Pfarrer“

Archivartikel

Hofheim.Pfarrer Holger Mett feierte am gestrigen Sonntag in der Friedenskirche sein 25-jähriges Ordinationsjubiläum. Der unter der Leitung von Manfred Boxheimer stehende Kirchenchor sorgte für den gesanglichen Rahmen im gut besuchten Gotteshaus.

In dem „ermutigenden Gottesdienst“ überbrachte Dekan Arno Kreh die Glückwünsche aus Heppenheim für den „Frankfurter Bub“, den es nach seinem Studium in Heidelberg und Marburg nach Südhessen verschlagen hatte. Vier Jahre verbrachte Holger Mett nach der Ordination am 30. Januar 1994 durch Probst Caspari in Bensheim, bevor er nach Hofheim kam.

Das Losungswort „Der Herr denkt an uns und segnet uns“ hatte der Dekan für den „Gemeindepfarrer mit Leib und Seele“ mitgebracht. Holger Mett verkörpere die wichtigsten Anliegen seiner Gemeinde: den Gottesdienst als Zentrum, die Seelsorge, sowie die Offenheit für neue Entwicklungen. „Die Freude am Pfarrberuf ist spürbar“, so der Dekan vor dem Segen für den Jubilar. Eigens ausgesucht hatte Holger Mett das Lied „Quelle des Lebens“, das er auch selbst auf der Gitarre begleitete.

Seiner Predigt legte Mett den 1. Korintherbrief zugrunde. „Wisst ihr Konfirmanden eigentlich, was Briefe sind? Sehr umständlich, aber richtig schön“, spannte Mett im Zeitalter von E-Mails und Whatsapp geschickt den Bogen von den Briefen Paulus’ an die korinthische Gemeinde in die Gegenwart, in der er im Vorfeld einige Briefe zu seinem Jubiläum erhalten habe. „Die persönliche Handschrift ist eine Wertschätzung, der Absender macht sich Mühe“, freute sich der Geistliche. Er bekundete offen, gerne Pfarrer zu sein, dankte im Beisein seiner Familie Gott, dessen Kraft er immer wieder spüren dürfe, dankte für die Anteilnahme und Unterstützung.

„Dank heißt nicht, dass alles in Ordnung ist“, beleuchtete Mett das Ganze auch kritisch – im Stile des als „Superapostel“ verspotteten Paulus, von dem er beeindruckt sei, da er auf Kritik nicht beleidigt reagiere. „Lasst uns Paulus zum Vorbild nehmen“, schlug der Jubilar vor und ging auf den Reichtum an Gaben in der Hofheimer Gemeinde ein. Dazu zählt er auch seine Sekretärin Irmtraud Nolting, die Mitglieder des Finanzausschusses, Handwerker, Regentropfenwerkstatt, Landwirte, Seelsorger, Kirchenvorstand sowie die beiden Chöre.

„Immer wieder darf ich spüren, dass Gott mich leitet“, so Mett. Zahlreiche Vertreter der Gemeindegruppen ließen es sich nicht nehmen, persönlich im Anschluss an den Gottesdienst zu gratulieren. Für den Kirchenvorstand übermittelte Claus Wegerle Glückwünsche, weiterhin Irmgard Bär (Kirchenchor), Helga Kreider (Frauentreff), Ruth Höfle (Frauenhilfe), Christel Lottermann (Dienstagsfrauen und Seniorenkreis), Thilo Götz (Regentropfenwerkstatt), Janina Sieger (Haus Billau) und Wolfgang Herbert (Posaunenchor). Sichtlich überrascht wurde der Jubilar durch das Bläser-Ständchen. Seitens der katholischen Pfarrei sprach Stephan Albrecht seine Wertschätzung aus. fh

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