Lampertheim

Carneval-Club Rot-Weiß Zehntscheune in der Hand der Lampertheimer Fastnachterinnen

Närrische Weiber kommen in Schwung

Archivartikel

Lampertheim.Wieder war die Zehntscheune fest in Narrenhand. An Weiberfastnacht läuteten die Frauen die heiße Phase des Lampertheimer Karnevals ein. Beim 1. Carneval-Club Rot-Weiß (CCRW) 1956 übernahm am Donnerstagabend die Gruppe Fantasy die Macht. Unterstützung erhielten die Fastnachterinnen von männlichen Kollegen, wie von den Technikern und den Barkeepern.

Auch Tanzmariechen Markus Karb packte fleißig mit an und flitzte durch den Saal. Weil das Kampagne-Motto des CCRW „Lampertheim Goes Wild West“ heißt, agierten die Veranstalterinnen als Saloon-Damen in Westernkleidern. Visagistin Rasine Grosch hatte für das Aussehen der Bühnenakteure gesorgt. Sprecherin Ilonka Grosch übte mit den Närrinnen im Saal den Schlachtruf: „Cowboy – Indianer!“

Stadtprinzessin Janine I. konnte völlig ungezwungen mit ihrer Oma Ilona feiern, die extra aus Amerika angereist war. Die Tische waren mit Sheriffsternen, Kakteen und Sukkulenten aus Karton liebevoll geschmückt. Die Formation Bollwerk – Barbara Boll, Patrick Embach und Siggi Groß – brachte die närrischen Weiber in Schwung. Beim Fliegerlied nahmen sich die Feiernden an die Hände und schmetterten: „Heut’ ist so a schöner Tag“.

Eine lustige „CCRW-Toy-Story“ mit Cowboy-Sheriff Jesina Litters führte die Große Garde auf. Ein Hauch wilder Westen wehte über die Bühne, als die CCRW-Tanzgruppe New Generation als Cowgirls den Saal zum Beben brachte und die L.A. Hopser, als Cowboys und Indianer die Bühne rockten – mit Sitzungspräsident Markus Gutschalk als Viehhirt und Elferratsmitglied Stefan Gutschalk als Indianerhäuptling.

Eine kesse Indianerin – mit Namen Freddy Herweck – kam im pinkfarbenen Kostüm auf einem Plüschpferd angeritten. Die Hopser brannten ein Konfetti-Feuerwerk ab. Erotischer ging es beim Tanz des Nubbelaner Carneval Vereins (NCV) zu. Bald streifte die NCV-Ranzengarde ihre Outfits ab und legte ihre wohlgeformten Körper in einer atemberaubenden Show frei. Eine aufwendige Choreografie hatten sich auch die Bürstädter „Sackschdoahogger“ ausgedacht. Sie unternahmen eine Zeitreise durch die Musikgeschichte. „Im Wald da sind die Räuber“ ertönte und die Woogshusaren der Darmstädter TSG 1846 marschierten ein. Die Gruppen zeigten mitreißende Tänze.

Eine eigene kleine, freche Show präsentierte Celine Bouvier aus Mannheim. Das sogenannte Miststück heißt Markus Beisel und ist ein Transvestit im Showgeschäft des Rhein-Neckar-Theaters. Zum Narren-Potpourri in der Zehntscheune gehörten auch die treuen Gäste, die Fire Boys von den Brunnebutzer Riedrode, das Männerballett N3 Lorsch und die Suleimann der KG Lallehaag Mannheim. Das singende Vater-Tochter-Gespann, Michael Grosch und Jesina Litters, rundete die beeindruckende Weiberfastnacht ab.

Info: Fotostrecke unter suedhessen-morgen.de

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