Lampertheim

Baugenossenschaft Positive Bilanz über Geschäftsjahr 2018 / Permanente Sanierungsmaßnahmen

Neue Heizanlagen für Wohnblöcke

Archivartikel

Lampertheim.Jürgen Brenner, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Lampertheimer Baugenossenschaft, eröffnete die Mitgliederversammlung im gut besuchten Saal des Gasthauses „Krone“, ehe Geschäftsführer Wolfgang Klee das vergangene Jahr wirtschaftlich bilanzierte. „Wir können auf ein erfolgreiches Jahr 2018 zurückblicken“, so Klee, bevor er über das Geschäftsjahr berichtete.

800 Wohnungen gehören zum vermieteten Bestand der Baugenossenschaft, was auch eine große soziale Verantwortung bedeute, meinte Klee. Einen Bilanzgewinn von 79 639 Euro kann die Genossenschaft verzeichnen, der Vorstand schlägt eine Dividende von drei Prozent an die Anteilseigner vor.

Wohl und Wehe der Mieter

Dem wachsenden Bedarf an bezahlbarem Wohnraum stelle sich die Baugenossenschaft. Sie befinde sich in einer guten Position, indem sie nicht nur baue, sondern auch das Wohl und Wehe ihrer Mieter im Auge behalte. Zugleich stünden energetische Modernisierungen im Fokus. Auch eine nachhaltige Energieeinsparung sei das Ziel. Der Durchschnittspreis bei Bestandswohnungen betrage 4,93 Euro pro Quadratmeter. Die Miete sei im vergangenen Jahr nicht erhöht worden. Über die Neubautätigkeiten berichtete Klee, dass man im Heideweg 9 durch intensives Kostenmanagement 150 000 Euro eingespart habe, was eine günstigere Miete ermögliche.

Eine öffentliche E-Tankstelle gehöre ebenso zum Projekt. Zusätzlich wird mit Energieried ein Mieterstrom-Modell verwirklicht. Eine Photovoltaikanlage soll den Bezug von Strom zu günstigeren Konditionen ermöglichen. Weitere Projekte sind in der Sophie-Scholl-Straße mit zehn Wohnungen und in Hofheim, Hüttenfeld und Neuschloß, wo 36 Sozialwohnungen neu entstehen. Ein wichtiges Thema ist für die BGLA auch die Modernisierung des Bestandes. Außer den notwendigen Renovierungsmaßnahmen werden bevorzugt die unmodernen Heizanlagen erneuert. Auf Brennwert-Heizanlagen wird gesetzt, weil der CO2-Ausstoß geringer und die Heizkosten sich minimieren.

4,4 Prozent Wechselquote

Ein Augenmerk wird auch auf den Zustand frei werdender Wohnungen gerichtet. Hier erfolgt in aller Regel eine technische Sanierung. „Wir wollen einen Renovierungsstau vermeiden“, begründet Klee die Modernisierungsmaßnahmen. Hinsichtlich der Hausbewirtschaftung informierte er, dass die Mieterwechselquote mit 4,4 Prozent äußerst niedrig sei. Für das Geschäftsjahr 2019 rechnet er weiterhin mit positiven Ergebnissen. „Es sind keine Risiken erkennbar, welche die Finanz- und Ertragslage bestandsgefährdend beeinflussen könnten“, gibt sich Klee optimistisch.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Jürgen Brenner, berichtete über die Kontrollfunktion des Gremiums. Sieben Sitzungen fanden statt, wobei die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ohne Beanstandungen festgestellt wurde. In das Gremium müssen zwei neue Kandidaten gewählt werden, wobei Heinz Staab wieder kandidierte, Peter Liermann nach 18 Jahren Mitgliedschaft ausschied. Die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat, die Bestätigung des Jahresabschlusses und die Verwendung des Bilanzgewinns erfolgte einstimmig. Die Wahl von Heinz Staab sowie Neumitglied Peter Medert für den Aufsichtsrat erfolgte einstimmig. sto

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