Lampertheim

Öffentlicher Nahverkehr Neben digitalen Angeboten baut der Verkehrsverbund auch seine persönlichen Beratungsdienste aus

Neue VRN-Kundenzentrale in der Kaiserstraße

Archivartikel

Lampertheim.Die achte Mobilitätszentrale im Geschäftsbereich des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar (VRN) wurde gestern in Lampertheim eröffnet. Sie wurde auf VRN-Kosten in Höhe von 50 000 Euro in einem an die Volksbank in der Kaiserstraße angrenzenden Raum eingerichtet. Bürgermeister Gottfried Störmer lobte zur Eröffnung das „moderne Ambiente“, in dem nun auch die städtische Gesellschaft Verkehr und Tourismus Lampertheim (VTL) residiert.

Nach Auffassung des Verwaltungschefs dient die Mobilitätszentrale dem Ziel, „Mobilität neu zu denken“. Neue Denkansätze seien nötig, da der Individualverkehr an seine Grenzen stoße. Auch in einer eher kleinen Stadt wie Lampertheim würden Parkplätze allmählich knapp und litten Autofahrer unter zunehmenden Behinderungen im Straßenverkehr. Der Ausbau der Infrastruktur halte mit den steigenden Ansprüchen an das Fahren und Parken nicht Schritt. Deshalb werde es darauf ankommen, neue Pfade zu beschreiten, um mobil bleiben zu können.

Vom Rad bis zum Zug

Die VRN-Zentrale biete zunächst die Möglichkeit, Bekanntschaft mit den Angeboten im Bereich des Öffentlichen Personennahverkehrs zu machen. Dabei könne die Zentrale Informationen über sämtliche Fortbewegungsarten liefern und aufeinander abgestimmte Mobilitätsarten empfehlen: vom Elektro-Fahrrad über die gemeinsame Nutzung eines Leihwagens bis zur Zugverbindung. In Zusammenarbeit mit dem Stadtmarketing sollen ferner touristische Ziele innerhalb des VRN-Gebiets präsentiert werden.

Auch der Fraktionsvorsitzende der Lampertheimer SPD, die zusammen mit Koalitionspartner FDP seinerzeit den Antrag zur Einrichtung einer Mobilitätszentrale gestellt hatte, sah deren besonderen Stellenwert in der Bündelung unterschiedlicher Mobilitätsangebote. Laut VTL-Geschäftsführer Bernd Isenhardt hat die Mobilitätszentrale ihre Existenz denn auch der „weitsichtigen Kommunalpolitik“ zu verdanken.

Unterdessen hielt Bürgermeister Störmer gestern auch am ursprünglichen Ziel fest, die Zentrale endgültig im Lampertheimer Bahnhofsgebäude unterzubringen. Dieses Ziel sei freilich nur unter „hohem Aufwand“ zu realisieren; wie berichtet, will die Stadt das Gebäude erwerben, um dort Angebote des Tourismus, des Stadtmarketings und der Mobilität zu bündeln. Die Räumlichkeiten in der Kaiserstraße seien, so Störmer, lediglich als „Zwischenschritt“ gedacht.

Zur Eröffnung der Einrichtung hieß er VRN-Geschäftsführer Volkhard Malik, Bahn-Vertreter Christoph Klingenberg, Martin und Ludwig Müller vom Bibliser Reiseunternehmen, Udo Lange von der Volksbank Darmstadt-Südhessen und die Vertreter der Lampertheimer Stadtverordnetenversammlung, an ihrer Spitze Stadtverordnetenvorsteherin Brigitte Stass, willkommen.

Laut VRN-Chef Malik hat der Verbund vor sechs Jahren seine erste Mobilitäts zentrale eröffnet. Seitdem habe sich bestätigt, dass die Kunden des Öffentlichen Nahverkehrs trotz der digitalen Fortschritte persönliche Beratungsangebote wünschten. „Die Zentralen erfüllen ihren Zweck“, resümierte Malik. Auch am Lampertheimer Standort würden künftig umfassende Dienstleistungen offeriert, die das digitale Spektrum erweiterten.

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