Lampertheim

LGL Tag der offenen Tür lockt viele Familien an / Schnupperunterricht für Viertklässler

Neulinge erkunden die Schule

Archivartikel

Lampertheim.Kann Schule auch spannend und aufregend sein? „Klares Ja“, sagt der zehnjährige Mika. Der Viertklässler aus Nordheim ist gerade auf Entdeckungsreise durch das Lessing Gymnasium in Lampertheim (LGL). Die Europaschule hat zum Tag der offenen Tür nicht nur ihre Pforten geöffnet, sondern daraus einen großen Aktionstag mit allen Fachschaften und Projekten abseits des regulären Unterrichts gemacht. Potenzielle Sextaner dürfen Räumlichkeiten, Material und Lehrer schon einmal auf Herz und Nieren prüfen und auch selbst experimentieren. Erstmals können sie im Probeunterricht echte LGL-Luft schnuppern und an einer Rallye teilnehmen.

„Hello, come in. Welcome“. Mit einem Lächeln begrüßt Englischlehrerin Sylvia Ockernahl die Viertklässler um Mika. Im Klassensaal hält sie eine kleine Unterrichtsstunde mit den Jungen und Mädchen ab. Und die wissen schon einiges. Zum Beispiel, dass ein „monkey“ ein Affe ist.

Die Pädagogin erklärt den Schülern aber auch, dass man am LGL keine Kaugummis während des Unterrichts kauen darf. „Ich möchte ja mit euch reden. Sonst verstehe ich euch gar nicht“, sagt sie. Weil der Tag der offenen Tür aber noch nicht richtig zählt, darf der „chewing gum“ ausnahmsweise drin bleiben. So erhalten die künftigen Sextaner in diesem Jahr nicht nur Einblicke in besondere Experimente wie den berühmten Schokokuss im Vakuum, sondern auch in den „echten Schulalltag“.

Auch Antworten für Eltern

Nach 15 Minuten ist die Schnupperstunde vorbei. Den Kindern hat’s gefallen – schnell einen Stempel für die Rallye abholen und weiter geht’s. Im großen LGL gibt es schließlich viel zu sehen.

Rund 30 Stände oder Klassensäle hat die Schule für den Tag hergerichtet. Federführend organisiert hat Deutschlehrerin Katja Böttche das Ganze. Neben den Fachschaften präsentieren sich hier auch Arbeitsgemeinschaften, Austauschprojekte, die Schülervertretung oder der Förderverein. Hier gibt es vor allem für die Eltern Antworten, bei Interesse können sie sich von Lehrern durch die Schule führen lassen oder das Gelände auf eigene Faust erkunden.

Der Nachwuchs hat dagegen andere Ziele. Einfach nur mitlaufen reicht für die Stempelkarten nämlich nicht aus – das LGL hat schließlich einen Anspruch an seine Schüler. „Wann und wo lebte der heilige Nikolaus von Myra?“ ist eine der Fragen, die man für die Rallye beantworten muss. Und falls doch mal einer nicht aufgepasst hat, helfen die Patenschüler.

Frieda und Sophie etwa führen eine Gruppe durch „ihre“ Schule. Das Schönste am LGL sei, sagt Sophie, dass es trotz der Größe eine eingeschworene Schulgemeinschaft gebe. Ein Teil davon könnte bald auch Mika sein. Seine Entscheidung fällt zwischen dem LGL und dem Alten Kurfürstlichen Gymnasium in Bensheim. Nach diesem Tag hat die Lampertheimer Schule sicher gute Karten – auch wenn der Alltag freilich nicht immer so spannend wie der erste Tag sein wird.

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