Lampertheim

Jugendrotkreuz In ihrer Gruppenstunde befassten sich die Kinder und Jugendlichen mit Bienen

Nicht nur Honigproduzenten

Lampertheim.Gerhard Wiegand ist Hobby-Imker und hält in seiner Freizeit Vorträge an Schulen oder bei Organisationen. Wichtig ist ihm dabei, Kinder und Jugendliche für die Natur zu sensibilisieren.

Honig, das süße Bienenprodukt, fänden die meisten Kinder lecker und äßen ihn auch gerne aufs Brötchen, weiß Wiegand. Doch manche Kinder wüssten gar nicht, wo er herkommt. Da kann und will Wiegand Abhilfe schaffen. Der Imker hält selbst Bienenvölker und bietet demzufolge regionalen Honig an.

Den gab es jüngst auch zum Abschluss seines Besuchs in der Gruppenstunde des Lampertheimer Jugendrotkreuzes. Dessen Leiterin Elke Höpfl hatte Wiegand ins Technische Zentrum eingeladen, um den Kindern und Jugendlichen "mal etwas anderes" zu bieten. "In den Gruppenstunden nehmen wir sonst Erste-Hilfe-Maßnahmen durch. Manchmal basteln wir auch", erklärte Höpfl.

Wiegand machte sich viel Mühe und hatte eine Menge Anschauungsmaterial dabei: von Imkeranzug über Waben bis zum Bienenkasten. Sogar einen Bienenkorb, wie er früher üblich war, schleppte Wiegand an. Dann gab er Einblick in die faszinierende Welt der nützlichen Insekten. Er erklärte, wie der Bienenstaat funktioniert und wie ein Bienenstock organisiert ist und die Rollen verteilt sind. Man unterscheide drei Gruppen: die Arbeiterinnen, die Drohnen und die Königin. Die Arbeiterinnen stellten die größte Gruppe dar und erfüllten die meisten Aufgaben. Lächeln mussten die jungen Zuhörer, als ihnen der Imker vom Bienentanz berichtete, über den die Insekten in einer Art Sprache kommunizieren. Mit einem Schwänzeltanz beispielsweise teilten die Sammelbienen ihren Artgenossen mit, wo sie Nahrung gefunden haben.

Dann erläuterte Wiegand den Aufbau eines Bienenstocks, der vor allem aus Wachs-Bienenwaben bestehe. Das Wachs produzierten die Bienen selbst und verarbeiteten es zu sechseckigen Wabenzellen, in denen der Honig gebildet wird. Auf ihren Sammelflügen besuchten Honigbienen verschiedene Pflanzen, saugten ihren Nektar auf und einen Teil brächten sie in den Bienenstock. Bienenstöcke seien heutzutage eine Art Holzkiste mit Deckel und Flugloch, sagte der Imker und stellte sein Muster vor. Ebenso hatte er die Holzrähmchen dabei, in denen die Bienen ihre Waben anlegen. Wiegand erklärte auch, wie wichtig Bienen für die Bestäubung von Pflanzen und somit für den Obst- und Gemüse-Anbau sind.

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