Lampertheim

Mobilität Stadtverwaltung nimmt an Beratungsprogramm „südhessen effizient mobil“ teil

Öfter mit dem Rad zur Arbeit

Archivartikel

Lampertheim.E-Mobilität, Fahrgemeinschaften, öffentlicher Nahverkehr und der gute, alte Drahtesel: In Sachen Mobilitätswende hat Lampertheim noch großes Potenzial, findet Bürgermeister Gottfried Störmer. Der Verwaltungschef will damit bei sich selbst und seinen rund 470 Mitarbeitern im Rathaus anfangen: Die Stadtverwaltung nimmt am kostenlosen Beratungsprogramm „südhessen effizient mobil“ teil.

Hierfür haben der Lampertheimer Bürgermeister und Vertreter des Beratungsprogramms einen „Letter of Intent“ unterzeichnet. Von dieser Absichtserklärung und der Teilnahme am Programm erhofft sich die Verwaltung nicht nur Impulse für die eigene Belegschaft, sondern sie will damit federführend auf die Mobilitätswende im Gemeinwesen hinwirken. Erstes Ziel ist es, Menschen aus dem Individualverkehr zu locken. „Wir wollen Vorbild für andere Bereich in der Kommune sein“, erklärte Störmer. Das kostenlose Beratungsprogramm, das die Gesellschaft für integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Region Frankfurt Rhein Main GmbH (ivm) seit 2019 gemeinsam mit dem Kreis anbietet, können private wie öffentliche Arbeitgeber in Anspruch nehmen.

Kooperationen bestehen im Kreis mit Viernheim, auch in Heppenheim gibt es Partnerschaften. Erste Ergebnisse soll es in Lampertheim spätestens in einem Jahr geben. Seit der Aktion „Stadtradeln“ fahre er öfter mit dem Rad zur Arbeit und lasse das Auto stehen, wenn keine Außentermine anstehen. „Das ist nicht nur besser für die Umwelt und alle anderen. Ich fühle mich dadurch auch selbst viel fitter“, so Störmer.

Das Beratungsprogramm nimmt allerdings nicht nur den Arbeitsweg der Mitarbeiter in den Blick. Das Konzept umfasse auch Dinge wie Parkflächensituationen, E-Fuhrparks oder auch Dinge wie Duschen am Arbeitsplatz, die eine Anreise mit dem Rad erleichtern. „Dazu werden wir eine Mitarbeiterbefragung durchführen und die Mitarbeiter im gesamten Prozess beteiligen“, erklärte Heike Mühlhans. Das habe für Firmen wie Beschäftigte gleich mehrere Vorteile. „Es führt in der Regel zu einer besseren CO2-Bilanz, mehr Zufriedenheit und dadurch auch Bindung auf beiden Seiten.“

Als Partner stehen Mühlhans und der ivm sowohl der Kreis Bergstraße als auch der Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) zur Seite. Für den zuständigen Verkehrsdezernenten beim Kreis, Karsten Krug, ist die Unterzeichnung „ein wichtiger Beitrag zur Mobilitätswende“. Es gelte dabei, nicht nur zu hinterfragen, wo neue Angebote auf Straße oder Schiene nötig seien. „Wir müssen auch Marketing für bestehende Angebote betreiben, die oftmals gar nicht im Bewusstsein sind.“

Das Beratungsprogramm „südhessen effizient mobil“ ist ein kostenloses Angebot, das seit 2019 besteht. Sowohl in Hessen als auch in Rheinland-Pfalz sollen „passgenaue Mobilitätskonzepte“ für private und öffentliche Arbeitgeber entstehen. Im Anschluss an die Konzeption begleitet die ivm Unternehmen bei der Umsetzung. Aktuell betreut die ivm etwa 100 Arbeitgeber mit rund 100 000 Beschäftigten.

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