Lampertheim

Nachhaltigkeit Neuauflage der Klimaretter-Kampagne geplant

Offensive für den Schillerplatz

Archivartikel

Lampertheim.Eine Erfolgsgeschichte geht zu Ende, doch eine neue deutet sich schon an. So blicken zumindest die Mitglieder des Arbeitskreises Energie und Nachhaltigkeit auf ihr Wirken im vergangenen Jahr zurück. Die Teilnehmer zogen bei der jüngsten, digitalen Sitzung ein positives Fazit aus der Klimaretter-Kampagne – und wollen für die kommenden zwei Jahre ein ähnliches Paket anbieten. Eine kostenlose Umfrage soll die Meinung der Bevölkerung einbinden. Auch das Stadtmarketing sitzt mit im Boot.

Das Hauptziel des Gremiums klang bei seiner Gründung zunächst ambitioniert: Anreize für nachhaltigen Konsum schaffen, Menschen in Lampertheim dafür sensibilisieren und im Idealfall auch noch den lokalen Handel unterstützen. Doch aus Sicht des Vorsitzenden Marius Schmidt ist das im Jahr 2020 auch vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie größtenteils gelungen. „Mit der neuen Kampagne haben wir ein gutes Kapitel geschrieben“, befand der Sozialdemokrat. Ein Gradmesser: Trotz immer stärker werdender Einschränkungen bis hin zum Lockdown haben sich im Aktionszeitraum vom 1. Oktober bis 31. Dezember hunderte Lampertheimer als „Klimaretter“ beteiligt – über 70 hatten eine vollständig ausgefüllte Stempelkarte abgegeben. Die Organisatoren wollen die Aktion deshalb wieder auflegen – allerdings nicht ohne Rückkopplung mit den Bürgern.

Eine Firma habe der Stadt einen vierwöchigen, kostenlosen „Klimamonitor“ angeboten – eine Online-Umfrage mit bis zu 30 Fragen zum Thema Klimaschutz. „Wir wollen die Meinung der Bürger in künftige Aktionen einbinden“, erklärte Bau- und Umweltfachbereichsleiterin Anne Wicke. Die Befragung könnte über die Plattform „Sag’s doch mol“ stattfinden. AK-Mitglied Helmut Hummel (FDP) schlug vor, gleichzeitig eine Umfrage in Papierform zu starten.

100 Prozent vom Land gefördert

Einen genauen Zeitplan gibt es noch nicht, die Punktesammelaktion hat der Arbeitskreis sicherheitshalber erst für das Jahr 2022 geplant. Der Clou dabei: Das Land Hessen hat seine Förderquote zeitunabhängig von 90 auf 100 Prozent hochgeschraubt. Die Verantwortlichen wollen aber nicht mit allen Aktionen bis ins kommende Jahr warten. Das Ordnungsamt etwa will schon in diesem Jahr die Stadtradeln-Aktion fortführen. Auch eine Vortragsreihe sei bei entsprechender Pandemie-Lage geplant.

Dirk Dewalds Einwand, derlei Konzepte in einer Aktion des Stadtmarketings einfließen zu lassen, traf auf Zustimmung. Der Regiebetrieb hofft auf Zuschlag bei der hessischen Innenstadtoffensive „Ab in die Mitte“. Damit will Dewald insbesondere Schillerplatz und -café in den Sommermonaten bespielen. Aktionen des Arbeitskreises könnten in das Förderprogramm aufgenommen und finanziert werden. ksm

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