Lampertheim

Spargelschälwettbewerb Philip Karb erkämpft sich goldene Trophäe / Fünf Teams und „Heike aus Howwe“ sorgen für Stimmung / Saunatemperaturen im Festzelt

Ohne Schweiß kein Preis

Lampertheim.Wer beim Spargelschälwettbewerb vorne dabei sein wollte, hätte vorher besser mal in einer Sauna geübt. „Bei dem Wetter schwitzt auch der, der nix schafft“, witzelte Bürgermeister Gottfried Störmer zur Begrüßung im Festzelt. Das war trotz Treibhausatmosphäre am Spargelfest-Sonntag gut gefüllt. Die Gaudi, wie sich Kommunalpolitiker, Spargel- und Weinköniginnen, Presseleute und Freiwillige an den weißen Stangen abmühten, wollten sich die Festbesucher nicht entgehen lassen. Am Ende hatte der Bürgermeister zwar nicht nichts geschafft, bildete aber mit mageren zehn Stangen das Schlusslicht des Klassements, gemeinsam mit Stefan Nickel, der als grüner Stadtverordneter für das Team Politik ins Rennen gegangen war.

Favorit schwächelt im Finale

Mit Jugendbeiratsmitglied Philip Karb gab es in diesem Jahr einen Überraschungssieger. Binnen zwei Minuten hatte der 17-Jährige 32 Stangen Spargel geschält, eine mehr als seine Finalkontrahenten Edwin Stöwesand (CDU-Stadtverordneter) und Alexander Boxheimer vom Team „Bürger“. Letzterer war als Favorit ins Finale gegangen, da er in der Vorrunde noch das sensationelle und laut Moderatorin Heike Hildebrand noch nie da gewesene Ergebnis von 34 hingelegt beziehungsweise geschält hatte. Im Finale konnte er dieses Traumergebnis dann aber nicht wiederholen.

Mit seinem Teampartner Steven Busse hatte Boxheimer – als Festwirt und somit quasi als Hausherr – in der Vorrunde für die meiste Stimmung bei den Zuschauern gesorgt. Beide bearbeiteten den Spargel so als ginge es um ihr Leben. Die Spargelschale flog dabei nur so über die Bühne. „Typisch“, kommentierte Hildebrand, „bei den Frauen sieht es ordentlich aus – auch unter dem Tisch.“

Eine fünfköpfige Jury achtete darauf, dass die Teilnehmer nicht einfach nur wild drauf los säbelten, sondern den Spargel zumindest im weitesten Sinne fachgerecht schälten. Letztendlich ging es aber doch mehr um Quantität als um Qualität. Etwas zum Leidwesen von Spargelkönigin Christin I., die dadurch sogar den Finaleinzug verpasste. Den Gruppensieg im Team Hoheiten trug statt ihrer die Groß-Umstädter Weinkönigin davon.

„Südhessen Morgen“ schält mit

Im Team Presse mühten sich Vertreter der Lampertheimer Zeitungen, darunter „Südhessen Morgen“-Redakteurin Alexandra Hoffmann, die es auf 16 Stangen brachte. Während Hannelore Nowacki vom Tipp für den Sieg in dieser Gruppe (20 Stangen) sogar blutige Finger in Kauf nahm, ging die Rote Laterne an den Lampertheimer Pressesprecher Christian Pfeiffer. Auf seiner Ergebnistafel war am Ende zu lesen: „11 Ganze, 3 Halbe“.

Unter dem Motto „In der Ruhe liegt die Kraft“ schälte Helmut Hummel (FDP) 13 Stangen und wurde damit – anders als im Vorjahr – wenigstens nicht Letzter. Mit 20 Stangen oder mehr bewiesen Margit Karb, Constanze Nickel und Manfred Kempf, dass sie nicht zum ersten Mal einen Spargelschäler in der Hand hielten. Die größte Steigerung schaffte Edwin Stöwesand. Der Hofheimer CDU-Politiker hatte mit 16 Stangen in der Vorrunde zunächst eine solide Leistung gezeigt, dann im Finale Gas gegeben und mit 31 Stangen den „Goldenen Spargel“ nur um eine einzige Stange verpasst.

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