Lampertheim

CDU-Sommertour Etappe führt zu Beratungsstelle Prisma

Pandemie schränkt Suchthilfe ein

Archivartikel

Lampertheim.Die AWO Jugend-und Suchtberatung war das Ziel der zweiten Etappe der CDU-Sommertour. Vor dem Gebäude, umgeben vom tosenden Verkehrslärm der B 44, empfing Prisma–Fachbereichsleiter Adrian Steier-Bertz den Fraktionsvorsitzenden der CDU Lampertheim, Edwin Stöwesand, der mit Stadtverbandsvorsitzendem Franz Korb und weiteren Stadtverordneten zur Wormser Straße geradelt war. Die Christdemokraten wollten sich nicht nur über die Arbeit der Beratungsstelle informieren, sondern auch einen Spendenscheck der Fraktion überreichen.

Sucht erkennen, Hilfestellung im Sinne des Betroffenen anbieten und fachliche Begleitung – das seien die Kernziele der Suchtberatung, beschrieb Steier-Bertz die Arbeit seines Teams. 524 Fälle haben die sieben Mitarbeiter für das Jahr 2019 bearbeitet und dokumentiert. Dies beinhalte auch Hausbesuche und Beratung im Jobcenter.

„Jeder hat sich zurückgezogen“

Dabei habe die Corona-Pandemie auch für Prisma einige Veränderungen mit sich gebracht, wie Steier-Bertz berichtete. So war am Anfang ein deutlicher Rückgang der Hilfeanfragen zu verzeichnen. „Jeder hat sich erst mal zurückgezogen“, so seine Erfahrung. Und auch die Kliniken hätten ihren Fokus auf die Bekämpfung der Pandemie gerichtet.

So stand die telefonische Beratung mehr im Vordergrund, und auch durch Videoberatung hätten die Fachleute versucht zu helfen. Inzwischen riefen wieder mehr Hilfesuchende an. „Wir gehen auch wieder in die Vitosklinik oder in die Jobcenter zur Beratung“, ergänzte Steier-Bertz.

Neue Probleme wegen Homeoffice

Ein weiterer Punkt sei das zunehmende Arbeiten aus dem Homeoffice, so der Experte. Daraus entwickelten sich wieder neue Probleme des Zusammenlebens, bei denen die Einrichtung ebenfalls beratend tätig werde. Bedauerlicherweise sei das Thema Suchtprävention während der vergangenen Monate zu kurz gekommen. Die Schulen waren geschlossen und somit gab es keine Möglichkeit im positiven Sinne zu wirken, erläuterte Steier-Bertz.

Franz Korb hakte beim Thema Umzug nach. Wie berichtet, hatte sich in direkter Nachbarschaft zur Suchtberatung der Kiosk mit Spielautomaten vergrößert, sehr zum Missfallen der Suchtberatung. Man suche weiter nach einer neuen Bleibe, sei aber man noch am Anfang der Bemühungen, so der Fachbereichsleiter.

Nach seinen Wünschen an die Stadtverordneten gefragt, stellte Steier-Bertz die Finanzierung in den Vordergrund, die von Kommune, Kreis und Stadt getragen wird: „Eine festgeschriebene, planbare Grundlage wäre die beste Voraussetzung für eine erfolgreiche Arbeit.“

Edwin Stöwesand überreichte zum Abschluss eine Spende in Form der gesammelten Sitzungsgelder der Fraktion. Auf diese Weise waren 300 Euro zusammengekommen. sto

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