Lampertheim

St.-Andreas-Gemeinde Seniorennachmittag der katholischen St.-Andreas-Gemeinde

Pater Peter stellt sich vor

Archivartikel

Lampertheim.Der erste Dienstagnachmittag im Monat ist ein fester Termin für die Senioren der katholischen St.-Andreas-Gemeinde. Dann trifft man sich im kleinen Gemeindesaal der Kirche, um sich bei Kaffee und Kuchen, mit abschließendem Imbiss, auszutauschen oder alte Verbindungen zu festigen. Sieglinde Linke mit ihrem vierköpfigen Helferteam ist verantwortlich für die Organisation und Gestaltung des Seniorennachmittags. „Natürlich ist es nicht nur ein Kaffeetrinken mit Erzählen, sondern wir begleiten mit kleinen Vorträgen das kirchliche Jahr, singen Lieder und halten auch kleine Andachten ab“, berichtet Sieglinde Linke. Zusätzlich werden zweimal im Jahr Ausflüge angeboten, die immer gut besucht sind.

Auch an diesem Nachmittag war der Gemeinderaum bis auf den letzten Platz besetzt. Letztendlich hatte sich Pater John Peter angesagt, der über die Schönstatt-Bewegung informieren wollte. Aber auch die Gemeindereferentin Birgit Bongiorno schaute vorbei, um über ihre neue Verpflichtung in einem Viernheimer Hospiz zu erzählen. Ein Viertel ihrer Arbeitszeit wird sie zukünftig dafür aufwenden müssen, was natürlich auch Auswirkungen auf ihre Tätigkeit in der St.-Andreas-Gemeinde haben wird, erklärte sie bedauernd.

Nach einem Gebet ergriff Pater John Peter das Wort, um über seine Mitgliedschaft in der Schönstatt-Bewegung zu erzählen. Schönstatt ist ein Ortsteil von Valendar bei Koblenz und ist mittlerweile ein Wallfahrtsort. Hier war der Begründer Pfarrer Josef Kentenich 1912 bei Seminaristen als Seelsorger tätig, wo er die Überzeugung gewann, dass die katholische Kirche einer Erneuerung bedarf.

Der Kirche ein modernes Gesicht geben und das Leben an Idealen ausrichten, so war seine Intention. Insbesondere eine enge Beziehung zur Gottesmutter Maria kennzeichnete die Bewegung. „Es gibt keinen leichteren Weg zu Gott als über Maria“, begründet John Peter seine Glaubensrichtung. Nach mannigfachen Anfeindungen, sowohl von der Mutterkirche als auch in der Zeit des Nationalsozialismus, setzte sich die Bewegung durch und hat heute in Schönstatt ihren spirituellen Mittelpunkt. Die Bewegung wurde von der Kirche nach mehrfacher Prüfung anerkannt.

Pater John Peter begann in Indien seine religiöse Ausbildung, welche er in Schönstatt beendete und zum Diakon geweiht wurde. Am Ende seiner Ausführungen lud er alle Senioren zu einem Ausflug nach Valendar ein. Dort ist nicht nur die Gründerkapelle zu besichtigen, sondern auch die vielfältigen Institutionen zu sehen, welche sich im Zuge der Bewegung angesammelt haben. sto

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