Lampertheim

Reitverein Hofheim Kunststücke, Frei- und Bodenarbeit prägen Koppelfest-Programm

Pferdefreunde zeigen Können

Hofheim.Nach dem viertägigen Reitercamp (wir berichteten) lockte der Hofheimer Reitverein jetzt viele Besucher zu seinem traditionellen Koppelfest auf das Vereinsgelände. Neben der herzhaften Verköstigung durch die Reiterküche – mit Schnitzelvariationen, Hamburgern und Bratwürsten – waren es insbesondere die Darbietungen, an denen die Gäste Gefallen fanden.

Zum Start präsentierte Susanne Lottermann mit ihrem 31 Jahre alten Oldie Fansipan Zirkuslektionen auf der Koppel. Die einstudierten Figuren waren sehenswert, darunter der spanische Schritt und die Ziege. Bei allem wurde die persönliche Beziehung zwischen dem Vierbeiner und Susanne Lottermann deutlich.

Moderiert wurde das Ganze von Bettina Merz-Eberts, die auch etwas über den Tellerrand hinaus schaute. „Perfektion ist nicht gewünscht“, sagte die erfahrene Reiterin. Der Reitverein setze auf den freundlichen und natürlichen Umgang mit dem Pferd, der über allem steht. Dazu passt, dass das Vereinspony Eimy zum Verkauf angeboten wird. „Wir haben festgestellt, dass sich Eimy besser auf eine Person konzentrieren kann als auf die vielen personellen Wechsel im Schulbetrieb“, erklärte Bettina Merz-Eberts, die von einer Entscheidung zum Wohle des Pferdes sprach. Die Suche nach einem Ersatz für Eimy läuft bereits.

Gleich mehrfach im Programm gefordert war Jugendleiterin Angelina Frank. Zunächst auf dem Vereinspony Eimy mit ihrem Beitrag „Ameno“, später dann auf ihrer eigenen Haflingerstute Janka zu den Klängen von „Like ice in the sunshine“ und noch als Leiterin der Hallo-Pferd-Gruppe, den jüngsten und kleinsten organisierten Reitern im Verein. Deren Nachfolgegruppe, die achtköpfige Wiesenreitgruppe, steht unter der Obhut von Bettina Merz-Eberts, die passend zur Namensgebung auf der Reitwiese ihre Künste präsentierte. Zur Freude der Organisatorinnen war auch eine Delegation der BM-Ranch aus Eich zu Gast. Nach dem „Pas de deux“ präsentierten die Gäste aus Rheinhessen unter dem Titel „Indianer“ auch noch interessante Bodenarbeit.

Durchaus sehenswert auch die vorgestellte Freiarbeit von Maria Firnkes auf Grisu, die der Wiesenreitgruppe angehört. Ohne Seilunterstützung arbeitete die Schülerin mit dem Pferd in Schritt, Trab, Galopp und freien Wendungen.

Mehr als ein Dutzend freiwilliger Helfer befanden sich insgesamt im Einsatz, wie die Erste Vorsitzende Ramona Frank bestätigte. Regelmäßiges und bestens ausgelastetes Ponyreiten für die Kleinen sowie Kinderschminken mit Silke Wegener rundeten das Koppelfest ab, das von der Hofheimer CDU-Fraktion gleichzeitig zum Frühschoppen genutzt wurde. fh

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