Lampertheim

Nachmittagsbetreuung Hofheimer Grund- und Hauptschule bekommt eine weitere Gruppe / Verein Lernmobil übernimmt Trägerschaft

Platz für 50 Nibelungenschüler

Hofheim.Die Schulleiter schließen die Schultüren am letzten Schultag ab und öffnen sie erst wieder nach den Ferien? So stellen sich das manche Menschen vor. Aber das ist falsch. An vielen Schulen wurde auch in den Ferien gearbeitet. So zum Beispiel in der Hofheimer Nibelungenschule. Hier waren für die Ferien diverse Renovierungsarbeiten geplant, wie Schulleiterin Daniela Vogel berichtet.

In fünf Klassensälen ihrer Schule wurde in den vergangenen sechs Wochen der Fußboden ausgetauscht. Und in den Herbstferien gehen die Arbeiten weiter: Dann wird die Schule Container und damit vier zusätzliche Klassensäle erhalten. Dort werden im Laufe des Schuljahres drei Hauptschulklassen untergebracht. „Die sind auch gut ausgestattet“, sagt Vogel. Zum Beispiel mit einer interaktiven Tafel. Der vierte Raum bleibt frei für den Fachunterricht.

„Das mit den Containern ist eine Übergangslösung“, sagt die Schulleiterin. Vom Wunsch, das Schulgebäude auf lange Sicht zu erweitern, wisse der Kreis Bergstraße schon Bescheid. „Das ist im Gespräch“, sagt Vogel. Die Hauptschule in Hofheim habe sich in den vergangenen Jahren stabilisiert. „Wir haben jetzt feste Hauptschulklassen, das war vorher nicht der Fall“, sagt sie.

Außerdem sei nun auch die Grundschule komplett im Gebäude untergebracht. „Wir haben in diesem Schuljahr zum ersten Mal drei erste Klassen“, sagt die Schulleiterin. Das liege zum Teil daran, dass der Lampertheimer Stadtteil Hofheim Zuzugsgebiet ist. Schulleiterin Vogel geht davon aus, dass die Schülerzahl auch in den kommenden Jahren moderat anwachsen wird.

Und neben den Renovierungsarbeiten bringt das neue Schuljahr eine weitere Veränderung für die Nibelungenschule mit sich: Der ehrenamtliche Trägerverein, der bislang die Nachmittagsbetreuung der Schüler übernommen hatte, hat sich im vergangenen Schuljahr zurückgezogen und die Trägerschaft wieder an den Kreis Bergstraße übergeben. Der Kreis hat wiederum den Viernheimer Verein Lernmobil mit der Schülerbetreuung beauftragt.

Das Lernmobil bietet ab dem neuen Schuljahr Platz für 25 weitere Schüler. Insgesamt kann die Nachmittagsbetreuung nun 50 Schüler unterbringen. „Das heißt für uns, dass auch ab sofort die Viertklässler betreut werden können“, freut sich Daniela Vogel.

Anzahl der Kinder zu groß

Der ehrenamtliche Elternverein habe die Betreuung nicht mehr aus eigener Kraft stemmen können. Die Anzahl der Schüler sei mit den Jahren einfach zu groß geworden. „Und das war auch mit ein Grund, warum wir die Container nun so dringend brauchen“, erklärt Vogel. Denn ein Klassensaal im Schulgebäude werde für die neue Betreuungsgruppe benötigt. „Es wird der Saal sein, der direkt über dem Raum liegt, in dem die Kinder derzeit schon betreut werden“, sagt die Schulleiterin.

Ansonsten wird es im neuen Schuljahr zum ersten Mal eine Gitarren-AG geben, die in Kooperation mit der Musikschule Lampertheim stattfindet. „Auch darüber freuen wir uns sehr“, sagt Vogel.

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