Lampertheim

Frauenfrühstück Katholikinnen wollen Schöpfung bewahren

Politik mit dem Einkaufskorb

Archivartikel

Lampertheim.„Man muss nicht immer mehr haben, um Zufriedenheit und Wohlstand zu erreichen.“ Diesen Gedanken stellte Irene Burkert, Delegierte des kfd-Diözesanverbandes Mainz, beim Frauenfrühstück in Lampertheim in den Mittelpunkt ihres Vortrags.

Am Samstag hatte die kfd Lampertheim wieder zum alljährlichen Frauenfrühstück ins Jugendheim Mariä Verkündigung eingeladen. Brigitte Hartnagel, Vorsitzende der Lampertheimer kfd, erklärte bei ihrer Begrüßung, dass es sich bei der kfd Lampertheim um den erst kürzlich erfolgten Zusammenschluss der katholischen Frauen der Lampertheimer Pfarrgemeinden Mariä Verkündigung und St. Andreas handelt. Anschließend eröffnete sie das große Frühstücksbüfett, das unter anderem mit einer großen Auswahl an selbstgemachter Konfitüre der Frauengemeinschaft bestückt war.

Nach dem ausgiebigen Frühstück erwartete die etwa 100 Teilnehmerinnen ein Vortrag zum Thema „Politik mit dem Einkaufskorb“ von Irene Burkert, die auch im ständigen Ausschuss „Hauswirtschaft und Verbraucherfragen“ des kfd-Bundesverbandes vertreten ist.

Wertschätzen statt verschwenden

„Jeder kann zum Klimaschutz und zu einer besseren Welt beitragen“, erklärte die Referentin gleich zu Beginn ihres Vortrags. Dafür müsse man begreifen, dass es nur eine Schöpfung gibt, die Menschen, Tiere, Pflanzen und die Erde umfasst. Der kfd sei es wichtig, diese Schöpfung zu bewahren und zu schützen. Daher sollte man beim Einkauf beispielsweise auf das Fairtrade-Siegel achten, das Produkte kennzeichnet, die aus fairem Handel stammen und bei deren Herstellung bestimmte soziale, ökologische und ökonomische Kriterien eingehalten wurden.

Man müsse sich bewusst machen, appellierte die Referentin, dass viele Güter, die für selbstverständlich gehalten werden, darunter auch Kaffee, Genussmittel seien. Zudem solle man Produkte wertschätzen, statt sie zu verschwenden. Laut einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung landen in Deutschland jährlich pro Person 55 Kilogramm Lebensmittel in der Mülltonne. Daher sei es wichtig, vor dem Einkauf zu planen, was man wirklich braucht und die Lebensmittel zu Hause richtig zu lagern oder rechtzeitig zu verbrauchen.

Beim Kauf von Kleidung sollte man bedenken, dass teurere Textilien nicht automatisch fairer produziert würden. Stattdessen riet Irene Burkert den Lampertheimer Frauen, auf Güte-Siegel zu achten oder einfach untereinander Kleider zu tauschen. gün

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