Lampertheim

Volksbühne Generalversammlung mit positiver Bilanz

Popularität auf und abseits der Bühne ungebrochen

Archivartikel

Lampertheim.Bei Generalversammlungen auf ein erfolgreiches Jahr zurückzublicken, ist für die Mitglieder der Volksbühne keine Seltenheit. 2018 bildet da keine Ausnahme. Als Klaus Jenner, der Erste Vorsitzende des Vereins, in der Gaststätte Zur Krone seinen Jahresbericht vorstellte, drehte sich fast alles um die in Mundart gehaltenen Aufführungen, die in Lampertheim schon längst Kultcharakter haben.

Die Saison geht dabei traditionell von November bis Januar. „Schäfaschdinnscha“ lautete der Titel des Stückes, das die Mimen zwischen November 2017 und Januar 2018 insgesamt 15 Mal in der Notkirche zum Besten gaben. Unter dem Motto „Schafherde“ nahm man am 13. Februar 2018 am Faschingsumzug des CC Rot-Weiß teil, am 28. März zeigten man sich beim Ostereinerschießen des Schützenvereins Hubertus zielsicher.

Gemeinnütziges Engagement

Gesellig ging es auch beim Besuch der vom Förderverein der Lukasgemeinde organisierten Weinprobe am 27. April und der Fahrradtour nach Nordheim am 1. Mai zu. Davor und danach zeigte sich die Volksbühne von ihrer gemeinnützigen Seite. „Insgesamt haben wir im vorigen Jahr 14 000 Euro gespendet. Das macht seit 1987 einen Spendenbetrag von etwa 500 000 Euro“, informierte Kassierer Gerhard Baum. 5000 Euro gab man alleine für den Erhalt der Domkirche, 3000 für die „Aktion für krebskranke Kinder“, 2000 für die Lampertheimer Tafel und 1000 Euro für das „Haus Miteinander“ in Mannheim-Schönau.

Der eigentliche Höhepunkt waren die im November 2018 beginnenden Vorstellungen von „E bissl bleed iss a meschugge“. Diese hielten eine Neuerung bereit: Erstmalig übernahm Michael Tschirner den Posten des Regisseurs. Der bekennende „Dibbelschisser“ wollte nichts dem Zufall überlassen und so hieß es ab dem Sommer proben, proben und nochmals proben. Nichts geändert hat sich an der Popularität der Volksbühne; das machte sich beim Vorverkauf der Eintrittskarten am 27. Oktober bemerkbar. Die Nachfrage war so groß, dass am zweiten Wochenende nur noch bestellte Tickets abgeholt werden konnten, alle Auftritte waren ausverkauft.

Die Premiere am 10. November bot ein Novum: stehende Ovationen. „So was hat es bislang bei einer Erstaufführung noch nie gegeben“, blickte Jenner zurück und zeigte sich mit der Spielzeit und der Arbeit von Tschirner sehr zufrieden.

Nachdem die Kasse des unverändert 580 Mitglieder zählenden Clubs schwarze Zahlen aufwies, war die Entlastung des Vorstandes nur noch Formsache. Bei den Wahlen kam es zu einem Ämtertausch. Die Zweite Vorsitzende Ilse Brüssing ist ab sofort Erste Beisitzerin, der bis dato amtierende Erste Beisitzer Micheal Tschirner fungiert nun als Zweiter Vorsitzender. Geschäftsführer Gerhard Baum wurde in seiner Position bestätigt. jkl

Das Wichtigste von heute
Newsticker Südhessen Ticker
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional