Lampertheim

Kirche Renovierung des St.-Andreas-Pfarrhauses abgeschlossen

Priester bilden nun eine Hausgemeinschaft

Lampertheim.Das 110 Jahre alte Pfarrhaus der katholischen Sankt-Andreas-Gemeinde steht noch immer am selben Fleck, auch äußerlich scheint die Jugendstilvilla unverändert. Doch im Inneren ist der Amtssitz der Pfarrei nach rund zweijähriger Renovierung kaum wieder zu erkennen. In der Römerstraße 73 soll nun vieles anders werden – nicht nur optisch.

„Das Pfarrhaus ist nicht mein Haus“, war Pfarrer Patrick Fleckenstein beim Offenen Nachmittag bemüht zu betonen. „Es ist das Haus der Gemeinde, in dem auch der Pfarrer wohnt“, so der Geistliche weiter. Nach Vorabendmesse und Segnung am Vortag war nun die Bevölkerung eingeladen, das renovierte Gebäude von innen unter die Lupe zu nehmen. Dabei entdeckten die Besucher eine ganz neue, aufgeschlossene Atmosphäre, für die Pfarrer Fleckenstein seit seiner Amtseinführung in Lampertheim stehen möchte.

„Die meisten kannten früher mit dem Pfarrbüro ja nur einen einzigen Raum“, erklärte Rolf Borkenhagen, der als Beauftragter des Verwaltungsrates Planung und Renovierung betreute. Das solle sich nun grundlegend ändern. Das Haus stehe der Gemeinde offen und solle ein Ort der Begegnung werden, so Borkenhagen. Die zahlreichen Besucher durften deshalb nicht nur alle Büroräume im Erdgeschoss inspizieren, sondern auch die neue Wohnung des Pfarrers im ersten Obergeschoss besichtigen.

Fleckenstein bleibt aber nicht der einzige Geistliche im Haus, Pfarrvikar Virginijus Grigutis zieht mit ein. „Wir haben auch gleich das Dachgeschoss ausgebaut und dort zwei Wohnungen eingerichtet“, berichtete Borkenhagen weiter. Eine beziehe Grigutis, die andere könne variabel genutzt werden – etwa für künftige Gemeindereferenten oder neue Pfarrer.

Alle drei Etagen haben eine Fläche von je rund 150 Quadratmeter, im Erdgeschoss gibt es neben den Büros für die Priester und die Gemeindereferentin Birgit Bongiorno auch Besprechungszimmer und eine barrierefreie Toilette. Das Erdgeschoss ist über eine Rampe hinter dem Haus und einen Plattformlift für alle Mobilitätseingeschränkten gut zu erreichen. Dass die Renovierung – nach Borkenhagens Vermutung die erste seit über 50 Jahren – dringend nötig war, beschreibt der Objektbetreuer mit folgendem Beispiel: „Die Heizungsrohre lagen hier noch alle vor der Wand“. ksm

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