Lampertheim

Prognosen zu Maikäfern gestalten sich schwierig

Archivartikel

Eine Prognose, wie stark die Maikäfer dem Wald im Ried in naher Zukunft zu schaffen machen, sei derzeit noch nicht möglich, erläutert der Leiter des Lampertheimer Forstamts, Ralf Schepp. Denn nach der Maikäferhochzeit im Flugjahr 2018 sei die erste Engerling-Generation (E1) bislang noch sehr klein, so der Experte.

Vergleichsweise milde Temperaturen, hohe Sonneneinstrahlung, trockene Böden und ein Grundwasserspiegel, der durch den hohen Wasserverbrauch in der Großregion Frankfurt abgesenkt ist: Diese Faktoren bieten ideale Bedingungen für ein beträchtliches Larvenwachstum im Ried.

Nachdem das Maikäferweibchen seine befruchteten Eier in etwa 20 bis 25 Zentimeter Bodentiefe abgelegt hat, dauert die Entwicklung bis zum fertigen Maikäfer in der Regel vier Jahre.

In dieser Zeit haben es die nimmersatten Engerlinge auf die Wurzeln der Bäume abgesehen und richten somit erhebliche Schäden an. Zwar können die Fachleute des Forstamts in der Wachstumsphase Stichproben im Waldboden nehmen und danach Aussagen über die Dichte des Engerling-Befalls treffen.

Doch wie hoch die Schäden an den Bäumen tatsächlich ausfallen werden, lässt sich in der Regel erst in den Jahren nach dem Maikäferbefall feststellen. Dann nämlich, wenn Bäume – als gefährdet gelten vor allem Alteichen – schließlich absterben. off

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