Lampertheim

Evangelische Kirche Lukasgemeinde hält Gottesdienst in der Bonaue ab / Vikarin Jasmin Setny verabschiedet / Jungbauern laden zum Imbiss ein

Protestanten beten in freier Natur

Archivartikel

Lampertheim.Wo ist man seinem Glauben und seinem Gott näher als unter freien Himmel? Diese Frage hat die Evangelische Lukasgemeinde schon seit langem für sich beantwortet und hält einmal im Jahr in der Bonaue einen Gottesdienst ab. Am Wochenende trafen sich die Gläubigen zum 50. Mal unter einer gewaltigen Eiche. Einzige Zierde: ein neues Holzkreuz, welches das alte Birkenkreuz ersetzte.

Fleißige Helfer hatten Bänke aufgestellt, auf denen der Evangelische Posaunenchor und die Gemeinde Platz nahmen. „Ich glaube wir haben alles in diesem Jahr richtig gemacht, denn das Wetter stimmt und die Schnaken haben sich auch noch nicht sehen lassen“, eröffnete Pfarrerin Sabine Sauerwein launig den Feldgottesdienst. Die musikalische Einstimmung übernahm der Posaunenchor unter seinem neuen Dirigenten Daniel Ott mit einem Vorspiel, ehe die Gemeinde gemeinsam das Lied „Danke für diesen guten Morgen“ sang.

Roter Faden im Programmblatt

Auch der MGV 1840 ist seit Jahren fester Bestandteil des Gottesdienstes in der Bonaue. Den Anfang machte diesmal dessen Männerchor, der das Lied „Herr, unser Gott, wie groß bist Du“ vortrug. Anschließend sang der Frauenchor „Froh die Stunde, froh der Tag“.

Im Programmbeiblatt fanden die Gottesdienstbesucher unterdessen einen roten Wollfaden vor. In der Predigt von Pfarrerin Sauerwein wurde der Faden zum Leitmotiv – er symbolisierte eine Orientierung im Leben, eine persönliche Einstellung oder den Glauben. Jeder solle sich überlegen, wo der rote Faden im eigenen Leben sei und an welchen Werten man sich orientiere.

Wollknäuel als Geschenk

Die Sage aus dem antiken Griechenland von Theseus und Ariadne, die ihrem Geliebten als Orientierungshilfe im Labyrinth ein Wollknäuel schenkte, diente Pfarrerin Sauerwein schließlich für die Schlussfolgerung: Mit der richtigen Richtschnur findet man aus allen Schwierigkeiten heraus. Daher habe Gott in jedes Menschenleben einen roten Faden eingewoben.

Nach der Predigt wurde Vikarin Jasmin Setny verabschiedet, die künftig eine neue Aufgabe bekommt. Sabine Sauerwein und Mitglieder des Pfarrgemeinderats bedankten sich ausdrücklich für Setnys Engagement in Lampertheim und überreichten ihr ein Präsent. Die Geehrte war sichtlich gerührt und bedankte sich ebenfalls herzlich.

Nach Fürbitten und Gebet sang die Gemeinde das Lied „Geh aus mein Herz und suche Freud“, ehe ein gemischter Chor des MGV und der Posaunenchor den Gottesdienst musikalisch beendeten. Danach trug ein älteres Gemeindemitglied noch das Gedicht von der wandelnden Glocke vor, bevor die Jungbauern zum Imbiss mit deftiger Hausmacher Wurst einluden. sto

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