Lampertheim

SPD-Sommertour Zweite Etappe führt die Sozialdemokraten nach Neuschloß

Radweg-Schild sorgt für Verwunderung

Archivartikel

Neuschloß.„Wir setzen uns für Neuschloß ein.“ So steht es auf einem neuen Holzschild vor dem Beamtenbau geschrieben. Aufgestellt von der SPD, in den Boden gehämmert von den sozialdemokratischen Stadtteil-Vertretern Carola Biehal und Robert Lenhardt. Damit wollen die Genossen versinnbildlichen: „Wir sind die Partei, die sich für den Stadtteil einsetzt. Und wir bleiben dran an unseren Zielen“. Im Mittelpunkt dieser Ziele steht seit vielen Jahren die Forderung, die Bushaltestelle an der Landstraße 3110 zu verlegen. „Weg aus der „Gefahrenzone“, wie es in der Bürgerkammer immer wieder hieß, hin in die parallele Forsthausstraße.

So war das Langzeitprojekt auch Hauptthema und erste Station der diesjährigen Sommertour in Neuschloß. „Für einen sicheren Schulweg und die Sicherheit aller“, lautete die Umschreibung von Bürgerkammer-Chefin Biehal. Doch ihre Forderung verhallte in der Kernstadt lange. Erst 2018 bekannte sich das Stadtparlament nach einem sozialliberalen Koalitionsantrag auch im Haushalt zur Verlegung. Doch Sichtbares gibt es noch immer nicht. Schlechtere Einnahmen bei der Gewerbesteuer und eine allgemein angespannte finanzielle Situation führten mehrfach zu Verschiebungen. Dass es nun im zweiten Halbjahr doch noch etwas werden soll mit der neuen Bushaltestelle, schrieb sich die SPD auf die Fahnen.

„Verwirrende Signale“

Aus dem Stadthaus seien im Frühjahr „verwirrende Signale“ gekommen, so SPD-Fraktionsvorsitzender Marius Schmidt. Der Tenor: Wegen der anstehenden Sanierung der L 3110 werde es erstmal nichts mit der neuen Bushaltestelle, parallel seien die Arbeiten nicht machbar. Doch nach klärenden Gesprächen zwischen Carola Biehal und Verwaltungschef Gottfried Störmer gab es dann doch grünes Licht für den Umbau. „Ich glaube aber erst daran, wenn es tatsächlich soweit ist“, sagte Biehal.

Ironischerweise stand sie bei der Sommertour schon jetzt vor einer Haltestelle in der Forsthausstraße. Die befindet sich allerdings nur behelfsmäßig parallel zur Landstraße. Die ist aktuell, zusätzlich zur Vollsperrung auf Höhe des Waldfriedhofs, auch vor dem Beamtenbau einseitig gesperrt. Die Behörden nehmen dort wegen des verhältnismäßig geringen Verkehrsaufkommens eine ohnehin notwendige Prüfung der Gasleitung vor. Eine Ampel regelt dort den Durchgangsverkehr.

Für Schmunzeln sorgte bei vielen Teilnehmern dagegen die zweite Station – gleichwohl sie bei Radfahrern wohl eher Verärgerung hervorruft. Wenige Meter weiter werden Pedalritter von Lorsch aus dem Wald kommend mit weiß-grünen Radwegschildern nach Lampertheim gelotst. Allerdings auch, wenn sie eigentlich nach Hüttenfeld oder an die Bergstraße wollen. Zwei Schilder mit der Aufschrift „Rheinufer“ und „Hemsbach“ sowie „Lampertheim“ und „Hüttenfeld“ zeigen in die Richtung der Spargelstadt. „Wir haben das seit Februar beim Kreis, der die Schilder aufgehängt hat, angemerkt“, berichtete Biehal. Immerhin, so die Bürgerkammer-Chefin scherzhaft, mache die dort ausgezeichnete „Familienerlebnis-Radroute Ried“ ihrem Namen nun alle Ehre. Hemsbach am Rhein gebe es schließlich nicht alle Tage zu sehen.

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