Lampertheim

Ultranet-Trasse Gemeinsamer Antrag aller Fraktionen

Rasche Lösung gefordert

Archivartikel

Lampertheim.Wegen der geplanten Ultranet-Trasse soll es in dieser Woche einen Gesprächstermin mit Amprion geben. Über die Ergebnisse werde die Stadtverwaltung berichten. Dies kündigte Bürgermeister Gottfried Störmer in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung an.

Helmut Hummel (FDP) stellte in der Sitzung einen Antrag aller vier im Stadtparlament vertretenen Fraktionen vor. Demnach soll der Magistrat ein Fachanwaltsbüro beauftragen, die Rechtslage hinsichtlich eines Trassen- oder eines Ersatzneubaus für die Verschwenkungsvariante zu klären. Der Vorschlag des hessischen Wirtschaftsministeriums, sowohl die Ultranet- als auch die bereits bestehende Höchstspannungstrasse zu verschwenken, soll weiterverfolgt werden. Auch über eine Erdverkabelung soll nachgedacht werden, wenn die nötigen Abstände zur Wohnbebauung nicht erreicht werden können.

„Deutliches Zeichen“

Ein Hauptanliegen in dieser Sache sei inzwischen erfüllt, stellte Andreas Ott von der CDU fest: Das Wirtschaftsministerium wolle sich wegen der Verschwenkung mit der Bundesnetzagentur und Amprion in Verbindung setzen. Nun liege es aber an Bürgermeister Störmer, den Worten auch Taten folgen zu lassen.

Weiterhin hohen Handlungsbedarf sieht Stefan Nickel von den Grünen. Die Haltung des Ministeriums sei zu begrüßen, auch wenn die seit zwei Jahren geltende 400-Meter-Abstandsregel vermutlich nicht überall eingehalten werden könnte. Auch die Grünen fordern eine Erdverkabelung. Nickel sah den Antrag aller Fraktionen als Möglichkeit, ein „deutliches Zeichen einerseits zum Schutz der Wohnbevölkerung zu setzen, andererseits aber auch die Erweiterungsmöglichkeiten in Hofheim und Lampertheim im wahrsten Sinne des Wortes uns nicht zu verbauen“.

Wie die Verwaltung ausführte, hat das Ministerium deutlich gemacht, dass die 400-Meter-Regel einen Vorsorgeabstand darstelle, der nicht aus einem Gefährdungspotenzial herrühre. Über eine Abweichung entscheidet die Landesregierung. Das Ministerium habe der Stadtverwaltung aber deutlich gemacht, dass ein Zielabweichungsverfahren vermutlich wenig Aussicht auf Erfolg haben dürfte. Die Unterlagen zum Baugebiet Gleisdreieck, das von der neuen Abstandsregelung betroffen ist und dessen Erschließung momentan ruht, sollten dem Minister vorgelegt werden. swa

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