Lampertheim

Goetheschule Generalsanierung des Hauptgebäudes ist geplant / Bisher noch unklar, wohin die Klassen ausweichen sollen

Raumnot bleibt ein Thema

Lampertheim.Auf neues Baustellen-Durcheinander richtet sich die Lampertheimer Goetheschule ein, auch wenn noch nichts Genaues bekannt ist. Fakt ist, dass das Hauptgebäude generalsaniert werden soll. Wie Rektorin Margarete Veltman dem "Südhessen Morgen" berichtet, sollen Fenster, Decken, Fußböden und die Beleuchtung komplett erneuert werden. Dass während dieser Arbeiten, die einen längeren Zeitraum in Anspruch nehmen werden, in den betroffenen Räumen kein Unterricht stattfinden kann und alternative Räumlichkeiten benötigt werden, steht für Veltman außer Frage.

Auf die Frage, wie dieses Problem gelöst werden soll, hat der Kreis Bergstraße als Schulträger bisher noch keine Antwort gegeben. Schulleitung wie Elternschaft haben sich wiederholt an den Kreis gewandt - bisher allerdings ohne eine zufriedenstellende Auskunft zu erhalten. Auf Anfrage des "Südhessen Morgen" war gestern vom Kreis lediglich zu erfahren, dass in diesem und auch im nächsten Schuljahr die Zahl der Klassenzimmer ausreicht. Dies gilt aber nur, solange nicht saniert wird. Allerdings sei für den gesamten Grundschulstandort Lampertheim festzustellen, "dass sich für die Zukunft ein erheblicher Mehrbedarf abzeichnet", schreibt der Kreis. Überarbeitete Zahlen lägen jetzt vor, nun würde ein Gesamtkonzept entwickelt.

Dauernutzung statt Übergang

Die Schule, die erst Anfang 2016 einen Neubau mit Mensa und drei Klassenzimmern eingeweiht hat, hat keinen Platz, um vier Klassen längerfristig umquartieren zu können. Das wäre aber nötig, wenn die Sanierung in drei Abschnitten entsprechend der drei Gebäudetrakte vorgenommen wird. Auch die Container, die Platz für vier Klassenzimmer bieten und als Übergangslösung während der vorangegangen Bauzeit gedacht waren, sind längst in Dauernutzung und stehen als Ausweichquartier nicht zur Verfügung. Eine zweite Containerlösung könnte kommen oder eine Erweiterung des Neubaus, ehe die Sanierung in Angriff genommen wird. Doch das ist bisher nur Spekulation.

Die sich abzeichnende Raumnot liegt laut Veltman daran, dass in den vergangenen Jahren die Schülerzahlen stetig gestiegen sind und die Schule schon länger durchgängig vierzügig ist. Auch in Zukunft würden sie weiter in die Höhe klettern. Und hier liegt für Veltman der Knackpunkt: Die Rektorin bedauert, dass der Kreis sich bei seinen Planungen zu wenig für die Situation vor Ort interessiert hat. "Wir wurden zwar immer informiert, aber nicht gehört", sagt die Rektorin. Sie ist überzeugt: Wenn man die Schule miteinbezogen hätte, hätten schon frühzeitig andere Lösungen gefunden und vielleicht schon der Neubau größer konzipiert werden können. "Wir fühlen uns nicht ernst genommen, das ist ärgerlich", sagt Margarete Veltman.

Der Pakt für den Nachmittag, in den die Schule mit diesem Schuljahr eintritt, trägt im Übrigen nicht zur Raumnot an der Goetheschule bei. Für die Betreuung, zu der etwa 100 Kinder angemeldet sind, werden die bisherigen Räume der Schülerbetreuung, die Klassenzimmer, die Turnhalle und die Schulbücherei genutzt.

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