Lampertheim

Handball-Bezirksoberliga Torjäger fällt mehrere Wochen aus / Trainer Achim Schmied setzt auf Teamgeist / Am Sonntag kommt Siedelsbrunn

Redigs Verletzung schmerzt den TV Lampertheim

Lampertheim.Auf dem Papier ist der TV Lampertheim im Bezirksoberliga-Heimspiel gegen den TV Siedelsbrunn favorisiert. Doch die Handballer aus der Spargelstadt haben einen schwerwiegenden Ausfall zu verkraften: Michael Redig zog sich einen Abriss der Strecksehne im Daumen zu und wird voraussichtlich acht Wochen pausieren müssen.

Damit fehlt den Lampertheimern der erfolgreichste Torschütze der bisherigen Runde. „Aber das darf uns nicht umwerfen. Da müssen andere jetzt mehr Verantwortung übernehmen. Wir haben ja einen breiten Kader und der muss nun zum Tragen kommen“, erklärt TVL-Trainer Achim Schmied.

Respekt hat der Coach vor dem TV Siedelsbrunn „mit oder ohne Michael Redig“, wie er vor dem Heimspiel am Sonntag um 18 Uhr in der Jahnhalle betont: „Wir bekommen es mit einer sehr robusten Mannschaft zu tun. Das wird eine schwere Aufgabe.“ Insbesondere vor dem Rückraum der Odenwälder und deren Zusammenspiel mit dem Kreisläufer warnt Schmied: „Da müssen wir in der Deckung extrem aufmerksam sein und auch die nötige körperliche Präsenz an den Tag legen.“

Aus einer stabilen Deckung heraus soll diesmal dann auch wieder das Tempospiel nach vorn erfolgreicher sein, als zuletzt beim 25:25-Remis in Arheilgen. „Da war der Angriff unser Problem. Wir waren nicht beweglich genug“, erinnert der Trainer, will sich aber ansonsten gar nicht mehr lange mit dem Spiel beschäftigen: „Wir schauen nach vorne. Bis Weihnachten haben wir noch vier Spiele und unser Ziel ist es, keinen Punkt mehr abzugeben.“

Unruhe beim TVS

Dabei sind die Aufgaben, die auf Lampertheim, das aktuell Vierter mit 14:4 Punkten ist, nicht alle im Vorbeigehen zu meistern: Nach dem Heimspiel gegen Siedelsbrunn kommt die HSG Weschnitztal (7.) in die Jahnhalle, danach geht es zum Schlusslicht MSG Roßdorf, ehe Meisterschaftskandidat Crumstadt/Goddelau in der Spargelstadt seine Visitenkarte abgeben wird. „Natürlich haben wir das Ziel, bis Weihnachten alles zu gewinnen. Aber die Liga ist sehr ausgeglichen und man darf sich gegen keinen Gegner Nachlässigkeiten erlauben“, warnt Schmied, ergänzt dann aber noch: „Das letzte Spiel gegen Crumstadt wird sicherlich die größte Herausforderung.“

Die Siedelsbrunner hinken derzeit ihren eigenen Zielen noch hinterher: Nach einer guten Vorbereitung wollten die Odenwälder eigentlich ins vordere Tabellendrittel vorrücken, sind aber momentan nur Neunter mit 8:10 Punkten. Wohl auch deshalb entschied sich die Abteilungsleitung des TVS frühzeitig, die Weichen für die kommende Runde zu stellen: Der langjährige Spieler und aktuelle Spielertrainer Ingo Trumpfheller erhält keinen neuen Vertrag. Einen Nachfolger für Trumpfheller, der elf Jahre im Verein war, steht zwar noch nicht fest, aber klar ist, dass man in Siedelsbrunn mit der Entwicklung nicht zufrieden ist.

Gespannt darf man nun sein, wie die Mannschaft im ersten Spiel nach der Bekanntgabe dieser Entscheidung reagiert. Aber auch das ist für Schmied nur eine Randnotiz: „Wir werden uns auf uns konzentrieren und müssen mit einer starken Teamleistung auch das Fehlen von Michael Redig versuchen zu kompensieren. Was der Gegner macht, darauf haben wir keinen Einfluss. Aber wenn wir das spielen, was wir können, werden wir gewinnen“, strahlt der erfahrene TVL-Coach Zuversicht aus. me

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