Lampertheim

Neuschloss Vortrag über Israel beim Frauenfrühstück

Reise ins Heilige Land

Archivartikel

Neuschloss.Malve, Schafgabe und Rainfarn: Rosi Drackert hatte viele Sommerblumen gepflückt, das Organisationsteam des ökumenischen Frauenfrühstücks um Ruth Rupp hatte davon bunte Sommersträuße gebunden und auf den Tischen verteilt. Alle diese farbenfrohen Gebinde brachten Farbe in den Raum der evangelischen Johannesgemeinde Neuschloß. Und sogleich stimmten die Frauen das Sommerlied von Paul Gerhardt an, in dem es heißt: „Geh aus, mein Herz, und suche Freud“. Später erklang „Gottes Liebe ist wie die Sonne“. Die Kirchenlieder begleitete Karina Mühlnickel auf dem Klavier.

Mit dem Jeep zum Klimastreik

Christel Hadyn sprach ein Gebet um den Frieden und Hildegard Pfeiffer hatte das Gedicht „Klimaschutz“, das zum Nachdenken anregen soll, mitgebracht. Autor Thomas Gsella äußert sich darin satirisch über Klimasünden: „Samstags grille ich im Garten Rind aus Argentinien. Sonntags fliege ich zum Meeting unter Pisas Pinien. Freitags fahr ich unsre Kinder mit dem Jeep zum Klimastreik.“

Nach dem reichhaltigen Frühstück berichtete die stellvertretende Dekarin Silke Bienhaus über ihre Reise 2018 in das Heilige Land. Die Christen, die in Israel oder auch in den Palästinensischen Autonomiegebieten leben, seien in der Region in der Minderheit, es überwiege die jüdische und muslimische Bevölkerung. Bienhaus erklärte, dass diese Reise im Rahmen eines Pastoralkollegs der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau stattgefunden habe. Ihre zwölftägige Reise habe sie auch nach Jordanien geführt. Auf dem Programm standen Besuche von historischen Stätten, etwa von Petra, der berühmten archäologische Stätte in der jordanischen Wüste, und des Berges Nebo. Das Gelobte Land sei eine bunte Mischung aus Religion, Geschichte, Gegenwart und Kultur.

Die Reise begann in der jordanischen Hauptstadt Amman, einer Millionenstadt mit beeindruckender Struktur. Vor allem aber besuchten die Pfarrer verschiedene Schulen, wie die Schneller-Schule in einem Vorort von Amman, in der Inklusion gelebt werde und die Kinder den Respekt vor der Religion des Anderen lernten. Eine weitere Schule wurde am Rande von Bethlehem besucht, in der christliche Werte vermittelt würden.

Die israelischen Sperranlagen, die Mauer entlang der Grenzlinie zwischen Israel und dem Westjordanland, der „Westbank“, seien doppelt so hoch wie die ehemalige Berliner Mauer, erklärte Silke Bienhaus.

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