Lampertheim

Bildung Beim Tag der offenen Tür der Musikschule lernen Kinder spielerisch die Instrumente kennen / Schnupperangebote auch für die Kleinsten

Riesen-Neugier auf Gitarre, Akkordeon und Co.

Archivartikel

Lampertheim.Draußen tanzen bunte, mit Noten bedruckte Luftballons und weisen den Weg zum Tag der offenen Tür der Musikschule Lampertheim.

„Nicht nur die Dekoration mit Luftballons ist neu, auch die Möglichkeit Harfe zu zupfen“, erklärte Joachim Sum. Der Musikschulleiter freute sich über den Ansturm der Kinder am Samstagvormittag. Die Beratung der qualifizierten und erfahrenen Pädagogen aus allen Fachbereichen sowie die Präsentation der Instrumentenvielfalt rundeten den musikalischen Erlebnistag ab. Musik zum Anfassen gab es in allen Musikzimmern. So konnten die Kinder Horn blasen, Akkordeon spielen, auf dem Schlagzeug trommeln, über die Geige streichen, Gitarrensaiten zupfen und vieles mehr.

Helene setzte sich an das Klavier, zur Verstärkung nahm daneben noch ihr Vater Ulf von Beulwitz Platz und spielte Kinderlieder. Die Fachlehrer Klavier, Svitlana Karikh und Maurizio Viggiani, zeigten sich beeindruckt. „Wir haben uns für zu Hause ein E-Piano gekauft, darauf kann die ganze Familie spielen“, verriet der Bürstädter von Beulwitz.

Sven Pudil, Fachmann für Blasinstrumente, erklärte der neunjährigen Judith, dass das Klarinette spielen die Bauchatmung erfordere. Judith spielt eigentlich seit zwei Jahren Klavier, aber das Schnupperangebot lockte zum Ausprobieren eines weiteren Instrumentes. „Hier gibt es tolle Möglichkeiten, ein Instrument auszuprobieren und zu erlernen“, lobte ihre Mutter Melanie Eberhardt.

„Wer will auf der Gitarre spielen?“, fragte Gaby Noe-Müller, Fachbereichsleiterin Gitarre, im nächsten Zimmer. Ben nahm bei Musikpädagoge Rudi Weinacker Platz. Dieser erklärte ihm zuerst die richtige Sitz- und Instrumentenhaltung. Denn gerade für Anfänger seien diese Voraussetzungen wichtig.

Im Raum gegenüber trommelte Marius, was das Zeug hielt auf den Schlagwerken. Hilfestellung erhielt der Sechsjährige von Musiktherapeut Bastian Woytinnek. Marius’ Mutter, Melanie Marx, freute sich über die vielen Angebote und die spielerische Herangehensweise an die Musik. Die erfuhren auch die Kinder ab zwei Jahren. Im angrenzenden Gebäude der Volkshochschule trafen sich Eltern mit ihren kleinen Kindern zur Schnupperstunde im Elementaren Musizieren. Bei Leiterin Christine Francois probierten die Kleinen Rasseleier, Rührtrommel und Daumenklavier. Es wurden Kinderlieder gesungen und Bewegungsspiele gespielt. Der Spaß und das Interessewecken an der Musik standen im Mittelpunkt.

Selina Leiner, Schülerin am Lessing-Gymnasium, half bei der Organisation für den Tag. Die 16-Jährige hatte an der Musikschule ein zweiwöchiges Schulpraktikum absolviert und durfte dabei auch schon Musiktherapeuten und -pädagogen zu Altenwohnheimen begleiten und erleben, wie emotional Demenzkranke auf Musik reagieren. Sie sei sehr ergriffen gewesen, was man mit Musik erreichen kann. „Ich habe erfahren, wie stark Musik die Menschen mitreißt“, berichtete die Gymnasiastin.

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