Lampertheim

London Pub Roland Joubert, Matthias Karb und Dominik Götz begeistern mit ihrer Musik

Rockfans völlig losgelöst

Lampertheim.Über ein volles Haus konnte sich Friedrich Hackstein, Inhaber des London Pub, freuen: Die drei Musiker Roland Joubert (Gitarre, Gesang), Matthias Karb (Keyboard, Gesang) und Dominik Götz (Perkussion) haben viele Anhänger. Traditionell zu Beginn eines neuen Jahres kommen sie im Pub zusammen und ziehen ein Fazit über die vergangenen Monate.

Über das Jahr geht jeder Musiker seine eigenen Wege. Darum wird für das Programm in der Kulturkneipe auch nicht geprobt. „Proben ist was für Feiglinge“, pflegt Roland Joubert zu sagen. Die Lampertheimer Musiker verständigen sich per Kopfnicken. Joubert ist Gitarrist mit einer beeindruckenden Individualität. Er spielt in verschiedenen Formationen und kann über viele erfolgreiche Konzerte berichten. Aber auch über eine Achterbahnfahrt. „Ich musste eine Zwangspause einlegen, da mein linkes Handgelenk verletzt war“, sagte der Gitarrenmeister beim Konzert. Dass sich Joubert durchgekämpft hat und wieder auf einem hohen Leistungsstand ist, bewies sein brillantes Gitarrenspiel und seine entspannte Performance an seiner Gibson J-45. Damit war das Konzert Akustik-Blues-Rock-lastig. „Ich war im letzten Jahr in Deutschland auf dem Land und auf dem Wasser unterwegs“, erklärte Matthias Karb. Der Pianist und Sänger erfreute die Passagiere von Flusskreuzfahrten auf dem Rhein und auf der Mosel.

Bass-Effekte auf dem Keyboard

Zugute kommt dem Lampertheimer Keyboarder, dass er mit seinem Tasteninstrument auch Bass-Effekte erzielen kann. In der Formation von Joubert übernimmt Karb manchmal die Nebenstimme, aber wie bei „Billy Jean“ von Michael Jackson und Louis Armstrongs „Wonderful World“ die Hauptstimme.

Durch seine fingerfertigen, platzierten Perkussions-Elemente erhielt auch Drummer Dominik Götz die Anerkennung des Publikums. Den trommelartigen Klang auf der Cajón mischte er mit dem hellen Klang des Tamburin-Schellenrings. Götz ist ansonsten mit der Rock’n’Roll-Band, den Firecacadoos, als Schlagzeuger unterwegs. Anerkennende Pfiffe erhielt das Trio im Pub mit „All Along The Watchtower“, einer Fassung von Bob Dylan. Auch der Titel „Lay Down Sally“ von Eric Clapton riss die Besucher mit. Roland Joubert gab zwischen den Liedern kurze Informationen und sang die Hauptstimme. Ebenfalls bei „Layla“ und „Mustang Sally“, des US-amerikanischen Soul-Sängers Wilson Pickett.

Die Musikfans sangen bei den Songs mit, klatschten im Rhythmus und verbreiteten beste Laune. Die steckte auch den Gitarristen Joubert an, der nun nicht mehr nach der aufgestellten Songliste ging, sondern völlig losgelöst quer durch den Rock-Musik-Garten. Die Fans ließen die Akteure am Schluss nicht ohne Zugaben von der Kleinkunstbühne.

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