Lampertheim

Kultur Auftritt mit Matthias Karb und Dominik Götz im London Pub

Roland Joubert feuert seine „Schallkanone“ ab

Lampertheim.Im Musikprogramm von Roland Joubert (Gitarre, Gesang), Matthias Karb (Piano, Gesang) und Dominik Götz (Percussion) ist es wie in der aktuellen Wetterlage: Mal regnet es und mal nicht. Und höchst selten blinzeln Sonnenstrahlen durch die Wolkendecke. Auch wenn derzeit die wechselhafte Wetterlage ein Ärgernis für viele Menschen ist: Im London Pub war beste Stimmung. Die Musiker präsentierten eine Klangreise durch die Jahrzehnte.

Roland „Roly“ Joubert spielt viel auf internationalen Bühnen, nimmt sich aber auch immer wieder Zeit, um in Lampertheim aufzutreten. „Schön, dass ihr da seid“, begrüßte er das Publikum. Er sei vor Freude fast vom Stuhl gefallen, als er den früheren Kulturamtsleiter und späteren Bürgermeister Erich Maier zur Tür herein kommen sah. Maier habe ihn bei vielen Gigs in der Spargelstadt unterstützt. Im Hinblick auf seine Musikerkollegen Karb und Götz sagte Joubert: „Kaum zu glauben, was es hier in dem Kaff für Talente gibt.“ Kaff sei nicht abwertend gemeint, schließlich fühle er sich als Wahl-Lampertheimer hier wohl.

Es war dann auch zu erleben, wie gut das Musiker-Trio aufeinander eingespielt ist. Absprachen erfolgten per Blickkontakt. „In dieser Besetzung spiele ich ausschließlich Akustikgitarre“, erklärte Joubert. Und fügte hinzu: „Ich spiele heute auf meiner Gibson, da diese für die bluesigen Songs besser geeignet ist. Sie klingt rau und authentisch.“ Die Gibson sei eine richtige Schallkanone und habe perfektes Durchhaltevermögen. Außerdem sei diese Gitarre eine Rarität, denn sie entspringe einer Sonderserie, die mit einer Rotfichte-Decke hergestellt wurde.

Blues und Rock

Gute materielle Voraussetzungen waren also gegeben und los ging es mit den Songs. Außer Blues lege er auch gerne mal eine härtere, rockige Spielweise an den Tag, meinte Joubert. Den Anfang machte „No Rain“. „Wir haben den Sting-Song komplett ruiniert und bluesig gemacht“, erklärte Joubert. Dominik Götz spielte wie elektrifiziert seine Cajon und ließ aufhorchen, was die Kastentrommel für ein faszinierendes universelles Percussioninstrument ist. Pianist Karb rockte mit dem Klavier, was das Zeug hielt, und die Besucher rockten auf ihren Plätzen. Bei „I Shot The Sheriff“ des jamaikanischen Reggaemusikers Bob Marley hatte Karb Schwerstarbeit zu leisten.

Meistens übernahm Joubert die Hauptstimme und Karb stimmte in den Gesang ein. Aber „seine“ Songs „The Way It Is“ und „On Broadway“ präsentierte er mit Hingabe und rauchiger Stimme. Nach „Ain’t No Sunshine“ von Bill Withers landeten die Musiker mit „Purple Rain“ von Prince einen Volltreffer und auch mit „Message In A Bottle“ von Police und „Wish You Were Here“ von Pink Floyd trafen sie den Nerv der Besucher. roi

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