Lampertheim

Brauchtum Heimat-, Kultur- und Museumsverein tagt

Rolf Hecher führt jetzt die Geschäfte

LAMPERTHEIM.Die Stadtverwaltung und der Heimat-, Kultur- und Museumsverein wollen wieder enger zusammen rücken. Dieser Absicht haben beide Parteien bei der Jahreshauptversammlung mit der Wahl von Rolf Hecher (Foto) zum Geschäftsführer des Vereins Ausdruck verliehen. Der Fachbereichsleiter Bildung, Kultur und Ehrenamt übernimmt den vakanten Posten zunächst für ein Jahr. Hecher und Bürgermeister Störmer sagten dem Verein im Kronen-Saal aber auch grundsätzlich eine bessere Zusammenarbeit und mehr Unterstützung zu.

Der Posten des Geschäftsführers war seit der letzten Mitgliederversammlung vakant, als Hubert Simon überraschend nicht mehr für das Amt kandidierte. Als Grund hatte der Stadtarchivar damals die räumliche Umstrukturierung seines Arbeitsplatzes in der Verwaltung genannt. Hecher hatte den Posten vor kurzem kommissarisch übernommen, wurde nun auch von den Mitgliedern einstimmig gewählt. Zunächst für ein Jahr, um im kommenden Jahr in den üblichen Turnus zurückzukehren. Neben Hecher rückte bei den Wahlen auch Stefan Herz von seinem bisherigen Beisitzer-Posten in die Vereinsspitze auf. Als stellvertretender Vorsitzender löst er Heiner Weppelmann ab, der nicht mehr kandidierte. Er bleibt dem Verein aber als Beisitzer erhalten. Kassenverwalter Erich Schollmeier wurde im Amt bestätigt.

Impulse schneller umsetzen

Hecher will den Verein als Geschäftsführer vor allem in formellen und strukturellen Fragen unterstützen. „Darum sollten sich die Ehrenamtlichen nicht auch noch kümmern müssen“, sagte er. Der Verein müsse durch die Verwaltung stärker unterstützt werden, so seine eigene Forderung. Impulse aus dem Verein müssten aufgenommen und schneller umgesetzt werden. Ideen habe der Verein genug. Das sei, so auch die Beschwerde von Beisitzer Lothar Lauseker, bisher nicht passiert. „Es kann nicht sein, dass es zwei Jahre dauert, eine Bank in den Garten zu stellen“, gab ihm Hecher recht. Auch Bürgermeister Gottfried Störmer stimmte zu – erkannte aber bereits eine positive Entwicklung. Man sei schon etwas besser aufgestellt.

Strukturreform nötig

Dennoch sieht der Verein in naher Zukunft eine Strukturreform als große Aufgabe. Eine professionelle Homepage soll in Kürze erstellt werden, auch eine Mitgliederdatei fehle. „Darüber müssen wir uns im nächsten Jahr nicht mehr ärgern“, versprach Hecher. Man müsse mit der Zeit gehen, fand auch die Vereinsvorsitzende Margit Karb. Ihrem Bericht entnahm der Bürgermeister eine positive Entwicklung. Er lobte den Verein für die Pflege der Heimatverbundenheit, von der ganz Lampertheim profitiere. Heimat sei nicht mehr verpönt, sondern habe wieder einen Wert. Das zeigten auch die stabile Mitgliederzahl von etwa 350 und die gute Finanzlage des Vereins.

Über der Versammlung schwebte noch immer der Verlust des Ehrenvorsitzenden und Mitbegründers Heinrich Karb. Der ehemalige Stadtarchivar und Heimatpfleger galt als Seele des Heimatmuseums. Im Dezember war der Lampertheimer Ehrenbürger im Alter von 96 Jahren verstorben. „Nicht nur der Verein, sondern ganz Lampertheim sind ihm zu Dank verpflichtet. Ihm ist es zu verdanken, dass Heimatgeschichte erforscht wurde“, betonte Heiner Weppelmann. (Bild: ksm)

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