Lampertheim

Bürgermeister-Wahlkampf Steffan will Ausbildungsbörse

Rotary Club ärgert sich über Aussage

Lampertheim.Die Mitglieder des Lampertheimer Rotary Clubs hat der parteilose Bürgermeister-Kandidat Marco Steffan mit einer Video-Botschaft verärgert, die er am Donnerstag auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht hat.

Dort wollte er in erster Linie den Abiturienten des Lampertheimer Lessing-Gymnasiums und des Litauischen Gymnasiums in Hüttenfeld viel Glück und Erfolg für ihre Prüfungen wünschen. Gleichzeitig hat er das aber mit einem Wahlversprechen verknüpft. Er sagt in dem Video, wenn er „als Bürgermeister gewählt werde, dann wird es im nächsten Jahr hier in Lampertheim eine Ausbildungsbörse geben“. So etwas gebe es zwar in Viernheim und in Mannheim, sollte aber auch in einer Stadt mit mehr als 32 000 Einwohnern für die Schüler angeboten werden. Er habe schon Unterstützer gewonnen, die ihm helfen würden, so etwas aufzuziehen, erklärt Steffan weiter.

Dass der Lampertheimer dabei außer Acht lässt, dass es seit 27 Jahren eine Berufsinformationsbörse in Lampertheim gibt, hat die Rotarier „sehr verwundert“, wie deren Berufsdienstbeauftragter Frank Kaus schreibt. Schließlich seien zu der Börse, die der Rotary Club gemeinsam mit der Alfred-Delp-Schule organisiert, im vergangenen Jahr mehr als 30 Unternehmen, darunter BASF, Daimler, Polizei, Bundeswehr und Firmen aus der Region gekommen, um ihr Ausbildungsangebot zu präsentieren. Kaus verweist darauf, dass die Börse in diesem Jahr wieder am Samstag, 21. September stattfindet. „Ich finde es befremdlich, dass Steffan das noch nie mitbekommen hat, obwohl er doch in Lampertheim wohnt“, ergänzt Kaus auf Nachfrage. Gleichzeitig stelle er aber klar, dass er das Engagement des 42-Jährigen als Bürgermeisterkandidat gut findet. Nur die falsche Aussage ärgere ihn.

Auf Nachfrage stellt Steffan am Freitag klar, dass es ihm nicht darum gehe, eine Konkurrenzveranstaltung ins Leben zu rufen. Vielmehr habe er die Börse an der ADS bisher als eine Veranstaltung vornehmlich für deren Haupt- und Realschüler verstanden. Das habe er um eine Veranstaltung für Abiturienten ergänzen wollen. Wenn es zu einem Missverständnis gekommen sei, dann tue ihm das leid, schreibt er in einer E-Mail an Kaus. Vielmehr begrüße er das außerordentliche Engagement des Rotary Clubs. swa

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