Lampertheim

Jahreswechsel Trotz Feuerwerk nur wenige Verstöße

Ruhige, aber keine stille Nacht

Archivartikel

Lampertheim.Trotz besonderer Vorzeichen und Corona-bedingter Einschränkungen war der Jahreswechsel keine gänzlich stille Nacht. Viele Lampertheimer ließen es krachen. Die Polizei erlebte nach eigenen Angaben einen „vergleichsweise ruhigen Jahreswechsel“. Die geltenden Corona-Regelungen fanden in der Bevölkerung eine breite Akzeptanz, heißt es von der Polizei Südhessen.

Größere Menschenansammlungen oder Silvesterfeiern habe es nach bisherigen Erkenntnissen nicht gegeben. 125 Verstöße gegen die Beschränkungen hatten die Einsatzkräfte bis zum Neujahrsmorgen gezählt – allerdings im gesamten Einsatzgebiet mit nächtlicher Ausgangssperre in den Landkreisen Darmstadt-Dieburg, Bergstraße und Odenwaldkreis. Zudem registrierte die Polizei 18 Verstöße gegen das Verbot des Abbrennens von Feuerwerkskörpern an publikumsträchtigen Orten und 24 Verstöße gegen das Alkoholverbot im öffentlichen Raum. Illegale Feuerwerkskörper seien nicht sichergestellt worden.

Bis etwa eine Viertelstunde vor Mitternacht deutete in Lampertheim alles auf eine Geisterstadt hin. Kein einziges Auto, keine Menschenseele auf den Straßen. Einzelne Raketen und Böller verirrten sich den Abend über im Nachthimmel. Erst kurz vor Mitternacht erwachte Lampertheim zum Leben.

Einzelne feuern aus Fenstern

In den Höfen der Wilhelmstraße platzten Knallerbsen, Balkontüren und Fenster öffneten sich nach und nach. Eine einsame Tröte läutete Silvester verfrüht ein, dann vereinzelt Jubel. Alles schien gedämpfter als sonst – bis die Glocken der Dom- und der St. Andreas-Kirche eine Viertelstunde lang alles übertönten. Im Anschluss lieferten sich einzelne aus Fenstern heraus Feuerwerks-Wettbewerbe mit Raketen und Schreckschuss-Pistolen. Hinter der Sedanhalle war minutenlanges Feuerwerk zu sehen und zu hören. Zwischen Kaiserstraße, Domgasse und Parkhaus schienen sich manche mit lauten Donnerschlägen in den Häuserschluchten gegenseitig überbieten zu wollen. ksm

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