Lampertheim

Handball-Bezirksoberliga TV Lampertheim empfängt HSG Bensheim/Auerbach zum Derby

Schmied erwartet Heimsieg

Archivartikel

Lampertheim.Das zweite von vier Derbys in Folge steht am Sonntag (18 Uhr) für den TV Lampertheim an: Das Bezirksoberliga-Team von Trainer Achim Schmied empfängt den starken Aufsteiger HSG Bensheim/Auerbach und will – wie schon am vergangenen Spieltag beim 33:29 in Heppenheim – die Punkte einfahren. „Bei allem Respekt vor den Bensheimern, aber das muss gerade in eigener Halle schon unser Anspruch sein“, so Schmied, der allerdings das Abschlusstraining am Donnerstagabend nicht leiten konnte. Mit einer Grippe musste er das Bett hüten und ob er am Sonntag auf der Bank Platz nehmen wird, steht noch nicht fest.

Gegenseitiger Respekt

Im Training wurde er von Routinier Michael Redig vertreten, der die Spargelstädter in Absprache mit Schmied intensiv auf Bensheim/Auerbach vorbereitet hat. Insbesondere das Tempospiel des Aufsteigers gilt es zu unterbinden „und dann auch in der Deckung mit der nötigen Aggressivität zu Werke zu gehen“, so der TVL-Coach. „Bensheim hat seine Stärke im schnellen Spiel und in dynamischen Eins-gegen-Eins-Aktionen“, weiß er aus vielen Testspielen der Vergangenheit gegen diesen Gegner. „Meist haben wir gegen die HSG verloren – das sollte uns Warnung genug sein“, sieht Schmied die Bensheimer trotz der beiden jüngsten Niederlagen keinesfalls als leichten Gegner an.

Großen Respekt hat der erfahrene Coach vor dem jungen HSG-Trainer Moritz Brandt: „Er reagiert während der Spiele immer sehr schnell und trifft in der Regel die richtigen Entscheidungen. Er macht dort einen wirklich guten Job“, so Schmied über den erst 28-Jährigen, der aber schon seit 2011 auf der Trainerbank der Bensheimer sitzt.

Der so Gelobte hält auch große Stücke auf den TVL, sieht die Ried-Handballer gemeinsam mit der HSG Langen im Kampf um Meisterschaft und Aufstieg vorne. „Lampertheim hat eine extrem erfahrene Mannschaft mit sehr guten Individualisten. Sie verfügen über eine starke Deckung und können einem das Leben extrem schwer machen. Aber unser Ziel ist es, Vollgas zu geben und wenn wir in der Chancenverwertung endlich wieder besser werden, haben wir auch in Lampertheim eine Chance“, so Brandt, der vor allem Michael Redig und Matthias Zielonka in den Griff bekommen will: „Das sind die beiden entscheidenden Spieler des TVL.“

Tatsächlich hat Redig zuletzt mit zwölf Treffern in Heppenheim gegglänzt, was sein Trainer aber mit gemischten Gefühlen registriert hat: „Natürlich hat er ein ganz starkes Spiel gemacht. Aber wir waren auch schon mal weniger abhängig von ihm“, so Schmied. „Wir müssen schnell wieder dahin kommen, die Last auf mehrere Schultern zu verteilen“, wünscht sich der Coach, dass auch die anderen Spieler wieder mehr Verantwortung übernehmen. „Wenn Mich dann trotzdem zwölf Buden macht, soll es mir aber natürlich auch Recht sein“, schmunzelt Schmied.

Personell sieht es beim TVL vor dem Derby gut aus: Lediglich Robert Weiß muss wegen seiner Schulterprobleme noch pausieren, Torhüter Frederick Saul wird ohnehin nach seiner Knieverletzung vor Weihnachten nicht mehr zum Einsatz kommen. Für ihn wird am Sonntag wieder Routinier Matthias Hümmer im Wechsel mit Max Griesheimer zwischen den Pfosten stehen.

Gelingt den Lampertheimern der anvisierte Sieg gegen Bensheim/Auerbach, dann steht eine Woche später das Duell beim noch sieglosen SV Erbach an. „Beides sind Spiele, die wir gewinnen sollten“, blickt Schmied nach vorne: Denn zum Abschluss der Derby-Wochen kommt die Tvgg Lorsch in die Spargelstadt – und die ist bislang verlustpunktfreier Spitzenreiter. „Wir wollen vorne mitmischen und entsprechend müssen wir auch recht hohe Ansprüche an uns stellen.“ me

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