Lampertheim

Freizeit Kunst- und Hof-Flohmarkt macht Lampertheimern große Freude / Spenden für karitative Einrichtungen

Schöne Gärten, Schnäppchen und Kunsthandwerk

Archivartikel

Lampertheim.Für die Gäste war es pures Vergnügen, für die Ausrichter ganz viel Arbeit: Am gestrigen Sonntag öffneten 54 Höfe ihre Tore – und die Besucher strömten herbei. Der fünfte Lampertheimer Kunst- und Hof-Flohmarkt wurde ausgetragen, eine Veranstaltung der Stadt Lampertheim in Zusammenarbeit mit den teilnehmenden Hof- und Gartenbesitzern. Die Anwesen zeigten sich hübsch herausgeputzt, und wunderschöne Gärten konnten besichtigt werden.

In manchen Höfen präsentierten Kunsthandwerker ihre Unikate, und Künstler ließen sich beim schöpferischen Schaffen über die Schulter schauen. Aber auch Flohmarktbesucher kamen auf ihre Kosten und ergatterten so manches Schnäppchen. Viele der Teilnehmer boten auch ein kulturelles Programm und kulinarische Köstlichkeiten. Das ideale Sommerwetter lud zum Verweilen im Freien ein.

Krämer liest aus „Rivermord“

Zahlreiche Besucher waren mit Fahrrädern unterwegs, andere pilgerten mit den Flyern der Stadt Lampertheim in den Händen die Stationen an, die gut markiert und kreativ gestaltet waren. Gleich zum Auftakt steuerte Franziska Lauer gezielt die Station 22 an. Dahinter steckte die Familie Krämer. Monika Krämer hatte ihren Kleiderschrank durchforstet und bot nun Damengarderobe an. Ehemann und Autor Manfred las aus seinen Büchern, etwa aus dem Krimi „Rivermord“.

Die Besucherin Franziska Lauer hat viele Bücher von Krämer gelesen und kaufte nun die Fehlenden. „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“, so Lauer über das frühzeitige Erscheinen. Krämer betonte, dass ein Teil des Erlöses den „Athletes für Charity“ zugutekomme.

„Hallo Leute, heute müsst ihr nicht kochen – kommt bei mir vorbei“, rief Ingo Schröder vom Anwesen gegenüber. Der Grillmeister brutzelte Pulled-Chicken-Burger und Geflügel. Auch Schröder will einen Beitrag an eine gemeinnützige Einrichtung geben.

Seine Schallplattensammlung mit einer Vielzahl von Raritäten präsentierte Alfred Malejka, darunter die LP „Singendes klingendes Lampertheim“. Gleich daneben stellte Hannelore Rausch ihre Keramikarbeiten aus. Wer lieber ein Päuschen in Malejkas Garten einlegen wollte, fand ein lauschiges Plätzchen vor. Martina Malejka tat der kleinen Besucherin Elise den Gefallen und ließ sie die Fische im Teich füttern. „Wir ziehen heute von Hof zu Hof“, erklärten Elises Eltern Sonja und Christian Nagel, während sie das Töchterlein wieder in den Fahrradanhänger setzten.

Bettina und Sascha Lenz luden mit weiteren Marktbestückern zum Flohmarkt ein. Sie hatten einen Kinderspielplatz auf dem Anwesen eingerichtet. Eine fünfköpfige Künstlergruppe steckte hinter der Nummer 32. Hofbesitzer Jürgen Richter machte Führungen durch seine Malwerkstatt. So manche Runde drehte durch die Innenstadt Ingo Fath, der Fahrer des Team-Bikes, das für den besonderen Tag vom Wirtschafts- und Verkehrsverein gesponsert wurde. „Die Fahrt ist ein Gemeinschaftserlebnis“, waren sich die Mitfahrer einig.

WM-Seife bleibt liegen

Die Nummer 30 gehörte dem „Erfinder-Paar“ Elke Obermeyer und Klaus Korduan. Die Initiatoren waren mit ihrer Idee, in Lampertheim solch einen Tag durchzuführen, auf das Stadtmarketing zugegangen. In ihrem Hof stellte Tochter Lisa Obermeyer Kunsthandwerk aus Holz aus. Im Garten von Sabine Nieter las Autorin Ulrike Münch aus ihren Abenteuerbüchern. Eine große Besucherschar war auf dem Anwesen von Ulrike und Helmut Hummel anzutreffen. Während sich einige Gäste Spießbraten vom Holzkohlegrill oder Backwaren schmecken ließen, stöberten andere im Flohmarktbereich.

„Der Erlös aus dem Kuchen geht an das Kinderhospiz Sterntaler“, erklärte Ulrike Hummel. Im Bereich der Kunsthandwerker bot Marion Thiel ihre Pflanzenölseifen an. „Das ist der Negativ-Kassenschlager“, sagte Thiel und zeigte auf die schwarz-rot-goldenen Seifenstücke mit Fußballlogo.

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