Lampertheim

Fastnacht Beim Carneval-Club Rot-Weiß (CCRW) steht Sophia Karb als Gardetänzerin auf der Bühne

Schon im Kindergarten infiziert

Archivartikel

Lampertheim.Aus Kindern werden Leute und aus einem niedlichen Krümel-Tanzmariechen wurde eine versierte Tanzmarie: Schon im Alter von vier Jahren tanzte Sophia Karb in der Minigarde des 1. Carneval-Clubs Rot-Weiß (CCRW), später eroberte sie solistisch, als Krümel-Tanzmariechen die Bühne und entzückte mit ihren spritzigen Vorführungen. Der kleine Wirbelwind fegte stets mit einer rasanten Choreographie, gespickt mit turnerischen Elementen, über die Bühne und begeisterte die Zuschauer.

„Der CCRW war mit einer Abordnung an einem Rosenmontag im Kindergarten zu Besuch und die Tänzerinnen weckten Sophias Interesse“, erinnert sich ihre Mutter Sandra Karb. Von da an wollte die kleine Sophia auch bei den Fastnachtern mitmachen. Die Minigarde wurde schon damals von Rita Irrgang trainiert und von Manuela Gottselig betreut. Zuerst tanzte Sophia parallel in der Minigarde und als Krümel-Tanzmariechen. Den solistischen Part übte anfangs Tatjana Bopp-Montag mit Sophia ein, und Margit Selb, die heutige Ehrenpräsidentin, betreute die kleine Tänzerin. Danach waren Vera Bachthaler und anschließend Teresa Ohl und Ann-Kathrin Andres ihre Trainerinnen. Zu dieser Zeit tanzte Sophia auch im Trio mit Sophie Bauer sowie Gardeoberst Fabio und anschließend mit Shalin Gündling als Duo.

Elf Jahre lang hat sie für den Gardetanz intensiv geübt und ist bei den verschiedensten Veranstaltungen des CCRW aufgetreten. Jetzt feiert Sophia Karb ihr erstes 1x11-Jubiläum. In der aktuellen Kampagne startet sie noch einmal voll durch und dann verabschiedet sie sich erst einmal von der Bühne, um gesundheitliche Folgen zu vermeiden. Aktuell wird die 17-Jährige von Sina Irrgang einmal in der Woche trainiert und von ihrem Vater Markus Karb betreut. Auch er achtet auf eine kontinuierliche Trainingsarbeit und auf ausgiebige Dehnübungen vor jeder Aufführung.

Tanzen, Springen, Drehen, Radschlagen und in den Spagat gleiten – Sophia berichtet, dass sie beim Training und den Auftritten sehr motiviert sei. Sie habe Freude an den tänzerischen Bewegungen. Bei den Bühnenshows sind ihr die Anstrengungen nicht anzumerken. Sophia bringt Herzblut, Trainingsdisziplin und einen gesunden Ehrgeiz mit und findet es cool, auf der Bühne zu agieren.

Mit Eifer und Spontanität

Das Rhythmusgefühl habe sie von ihrer Mutter, meint die junge Tänzerin. Außerdem sei sie gut im Improvisieren und habe damit ihre individuelle Bewegungssprache weiter geprägt. So entsinnt sie sich an ihre Anfangszeit, als eine Aufführung vor Senioren geplant war: Die eingelegte CD konnte aber von der Musikanlage nicht gelesen werden und bis eine neue Abspielmöglichkeit organisiert war, wäre eine Pause entstanden. Die zu überbrücken war für die kleine Tänzerin kein Problem. Keck wirbelte sie tanzend über die Bühne. „Das Publikum war begeistert, hat geklatscht und gejubelt“, erinnert sich Mutter Sandra an den spontanen Einsatz. Auch wenn Sophia Gastauftritte bei anderen Fastnachtsvereinen hatte, sei sie stets mit Feuereifer dabei gewesen.

Im CCRW möchte sich die 17-Jährige nun umorientieren, aber keinesfalls aufhören. Gleichzeitig will sie sich auf private Ziele konzentrieren: das Abitur meistern, um ein Lehramtsstudium aufzunehmen, und den Autoführerschein machen. Am Begleiteten Fahren nimmt die Schülerin schon teil. Mit dem Motorrad, einer 125er, ist sie bereits auf den Straßen unterwegs. Tänzerisch hat es für sie nur über die Feiertage eine Verschnaufpause gegeben. Jetzt geht es mit Kraft- und Ausdauertraining weiter: „Beim Fernsehen rolle ich die Fitnessmatte aus und mache meine Dehnübungen.“

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