Lampertheim

Hüttenfeld Yolo-Day in der Seehofschule / Mit Präventionsthemen in Kontakt kommen

Schüler lernen mit Hündin Senta

HÜTTENFELD.Aufgeregt läuft Sena durchs Klassenzimmer und beschnüffelt die zahlreichen Beinpaare. Mit wedelndem Schwanz lässt sich die Mischlingshündin von jedem Kind hinter den Ohren kraulen. Der braune Vierbeiner ist mit Herrchen Marit Leipert an der Seehofschule zu Gast. Im Rahmen des „Yolo-Day“ (You only live once, also: Du lebst nur einmal) zeigt die Tiergesundheitsaufseherin des Kreises, wie man mit Hunden umgeht.

„Wenn ihr ruhig bleibt, bleibt es der Hund auch“, erklärt sie den Kindern. sie die Schüler auf, einmal im Kreis durchs Klassenzimmer zu rennen und Lärm zu machen. Schon springt ihre Hündin auf und flitzt wild durchs Klassenzimmer. Was also tun, wenn man einem bellenden Hund begegnet? „Einfach ganz ruhig weglaufen“, erklärt die Expertin. Der Umgang mit (Haus-)tieren steht beim Präventionstag des Kreises genauso auf dem Plan wie etwa Zahngesundheit, gesunde Ernährung, der Umgang mit Computer- und Handyspielen und erste Hilfe.

An der Hüttenfelder Grundschule findet der Tag zum ersten Mal statt, die Seehofschule ist im Kreis der zehnte Teilnehmer. 18 Schulen haben bereits Interesse angemeldet. Den Stein ins Rollen hat vor einigen Jahren die Alfred-Delp-Schule gebracht.

Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernentin Diana Stolz schaute in Hüttenfeld vorbei. Ziel des Projekts sei es, dass Schüler im Laufe ihrer Schullaufbahn mit Präventionsthemen in Kontakt kommen. Den „Externen“, also Ehrenamtlichen des Roten Kreuzes (DRK) oder Mitarbeitern des Kreises, würden sich viele Schüler leichter öffnen als ihren Lehrern. An einer Schule sei so schon ein Drogenproblem zutage gefördert worden, dass im Nachgang durch spezielle Workshops gelöst worden sei.

An einer anderen Schule hätten Schüler im Anschluss an den Yolo-Day von sich aus beschlossen, Energy-Drinks von ihrer Schule zu verbannen. „Die sollte man nach Möglichkeit wirklich nicht trinken“, erklärt Beate Weis von den Landfrauen den Schülern. Mit der Farbenpalette erklärt Weis den Kindern, welche Lebensmittel sie täglich zu sich nehmen und welche sie vermeiden sollten. „Man soll nicht auf alles verzichten, sich auch mal Süßigkeiten gönnen“, so die Expertin. Wichtig sei nur, dass man bewusst esse und wisse, was man zu sich nimmt.

Die Grundschüler überraschen bei ihrer Einteilung nicht nur die Expertin. Auch Schulleiterin Karin Böttger ist begeistert: „Sie haben fast alles richtig eingeordnet“. Weißbrot etwa landet auf rot, Kartoffeln auf grün.

Beim DRK lernen die Kinder dagegen, wie man Verbände anlegt und Freunden Hilfe leistet, die sich verletzt haben. ksm

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