Lampertheim

Bundesweiter Vorlesetag Aktionstag in der Goetheschule / Kriminalhauptkommissar präsentiert Sicherung von Spuren am Tatort

Schüler verwandeln sich in Detektive

Archivartikel

Lampertheim.Auch die Goetheschule beteiligte sich gestern am bundesweiten Vorlesetag. Lehrerin Kira Klingler hatte mit Hilfe des Lehrerkollegiums den Aktionstag vorbereitet. „Je nach Interesse konnten die Kinder frei wählen, welche Vorlesestation sie besuchen möchten“, erklärte Klingler: „So kamen gemischte Gruppen zusammen.“

Da in diesem Jahr den Vorlesern mehr Zeit – also zwei Schulstunden – zur Verfügung standen, gab es für die Schüler etwas ganz Besonderes zu erleben: Die Akteure weckten nicht nur die Freude am Lesen und setzten ein Zeichen für das Vorlesen. Sie berichteten auch über ihre Aufgaben im Beruf. In der Mensa bei Kriminalhauptkommissar Marco Klinger konnten die Schüler sogar in die Rolle von jungen Detektiven schlüpfen.

Bürgermeister liest vor

„In der Bücherei liest noch Bürgermeister Gottfried Störmer, in der Sporthalle eine Handballspielerin aus Bensheim und in den Klassenräumen die Lehrer der Goetheschule vor“, erklärte Klingler. Für die Mädchen und Jungen sei es ein abwechslungsreicher Tag mit vielseitigen Aktivitäten und Erlebnissen.

Tatsächlich haben die Kinder eifrig mitgearbeitet und wissbegierig Fragen gestellt. Welches Buch passt wohl besser zu einem Kriminalhauptkommissar als eine Detektivgeschichte über einen Einbrecher? Marco Klinger las aus „Spur des Drachen“, der Reihe „Die drei ??? Kids“ aus der Feder von Ulf Blanck, erschienen im Kosmos-Verlag. In der Geschichte verbreitet ein unheimlicher Einbrecher mit Drachenmaske Angst und Schrecken in Rocky Beach. In dem Villenviertel macht er Jagd auf Schmuck und Diamanten.

Doch das Ungeheuer hinterlässt bei seinen Einbrüchen etliche Spuren und für die „drei ??? Kids“ beginnt eine spannende Verfolgungsjagd. Auf Spurensuche, deren Sicherung und Auswertung ging auch Kriminalhauptkommissar Klinger aus Heppenheim.

Für den Aktionstag hatte er sogar seine Uniform angezogen. Ansonsten arbeite die Kripo in Zivil, so Klinger. Er hatte allerhand Utensilien aus dem Bereich des Erkennungsdienstes im Gepäck wie Latexhandschuhe, Pinsel und Rußpulver. Ein Fingerabdruck sei einzigartig. Jeder Mensch habe seinen eigenen unverwechselbaren Abdruck, erklärte der Hauptkommissar.

Dann durften die Goethe-Schüler selbst aktiv werden. Sie unterhielten sich per Funk, lernten, eine Täterbeschreibung abzugeben und betrachteten die Polizei-Schutzweste sowie Handschellen von Nahem. Ein Mädchen wusste, dass manchmal falsche Polizisten unterwegs seien, um Menschen zu betrügen. Deshalb zeigte Kriminalhauptkommissar Klinger den Kindern seinen echten Dienstausweis für Hessens Polizei, damit ihn sich die Schüler einprägen konnten. roi

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