Lampertheim

Personalie Die Rektorin der Biedensandschule, Edith Sperling-Sesin, ist ab sofort im Ruhestand / Sibylle Hermanns übernimmt den Posten kommissarisch

Schulleiterin verabschiedet sich

Lampertheim.Die allerletzte Unterrichtsstunde, die allerletzte Konferenz mit den Kollegen: Schulleiterin Edith Sperling-Sesin muss diese Gedanken erst einmal sacken lassen. „Ich habe das noch gar nicht richtig registriert“, sagt sie. Der 31. Juli war ganz offiziell ihr letzter Arbeitstag, ab sofort befindet sie sich im Ruhestand. Die Konrektorin Sibylle Hermanns übernimmt nun mit dem neuen Schuljahr kommissarisch die Leitung der Lampertheimer Biedensandschule – so lange, bis ein neuer Schulleiter gefunden wurde. Hermanns sei schon vier Jahre lang an der Schule und gut eingearbeitet, sagt Sperling-Sesin.

Insgesamt war die Lehrerin 39 Jahre lang im Schuldienst, davon 26 Jahre lang als Klassenlehrerin und 34 Jahre lang in Funktionsstellen. „Aber nicht alles an der Biedensandschule.“ 1997 wechselte sie nach Lampertheim, fünf Jahre sei sie nun Rektorin gewesen. Verabschiedet hat sich die Schulleiterin ohne viel Aufsehens in der Öffentlichkeit: Bei einer kleinen Feier mit den Biedensandschülern und all den Kollegen, mit denen sie in den vergangenen Jahren zusammengearbeitet hat.

Bevor sie die Schule aber endgültig verlassen konnte, hatte Sperling-Sesin noch eine Menge zu tun – die Übergabe an ihre zwischenzeitliche Nachfolgerin sollte schließlich reibungslos klappen. „Und erst wenn diese Arbeit zu Ende ist, wird mir wahrscheinlich bewusst, dass ich nun wirklich im Ruhestand bin“, sagt die ehemalige Schulleiterin. Dann, wenn am kommenden Montag ihre ehemaligen Kollegen aus den Ferien kämen und sie daheim bleibe.

„Ich hatte immer sehr viel Spaß bei meiner Arbeit“, sagt Sperling-Sesin. Obwohl die Arbeit als Schulleiterin in den vergangenen Jahren anstrengender und zeitintensiver geworden sei, vor allem die Bürokratie nehme immer mehr zu. „Als Schulleiterin konnte ich aber auch viel bewegen, lenken, steuern, hatte ein sehr engagiertes Kollegium.“ Das sei ganz wichtig. „Ein Kapitän funktioniert nun mal nicht ohne seine Mannschaft“, sagt sie. Und diese Einstellung stimme an der Biedensandschule einfach.

Für ihren Ruhestand hat sich Edith Sperling-Sesin noch nicht allzu viel vorgenommen: ein bisschen reisen und die Arbeit im Garten, vielleicht ein paar alte Hobbys wieder aufwärmen. „Ich freue mich einfach darauf, was jetzt kommen wird.“

Während der Ferien wurde auch in der Biedensandschule viel gearbeitet: Das Gebäude aus den 1960er Jahren wurde renoviert. „Wir haben jetzt überall neue Waschbecken“, sagt die ehemalige Schulleiterin. Und einige Fach- und Klassenräume haben neue Decken erhalten. mek

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