Lampertheim

Lessing-Gymnasium Schreibwettbewerb „Die Welt im Tintenfass“ / Fantasievolle und spannende Geschichten

Schulleiterin Weimar-Ekdur „entführt“

Archivartikel

Lampertheim.Das Schuljahr 2017/18 in Hessen ist kurz und deshalb stressig. Strapaziös, weil sich in den letzten Wochen vor Schuljahresende die Klassenarbeiten häufen. Aber die Teilnehmer des Schreibwettbewerbs „Die Welt im Tintenfass“, der jedes Jahr intern am Lessing-Gymnasium Lampertheim (LGL) ausgetragen wird, hatten sich trotzdem die Zeit genommen und ihre Kreativität eingesetzt.

Leiter Jörg Werner konnte von 16 Teilnehmern der Klassenstufen fünf bis sieben berichten. Auch wenn sich in anderen Jahren oftmals rund 30 Gymnasiasten als junge Autoren betätigten, war der Deutschlehrer mit dem Ergebnis sehr zufrieden. In der Mediothek im Mensagebäude fand jetzt die Preisverleihung statt. Eine Jury hatte die abgegebenen Texte nach Ausdruck und Spannungsaufbau bewertet und für jede Jahrgangsstufe einen Sieger ermittelt.

Vor ungefähr sechs Jahren habe der ehemalige Schulleiter Jürgen Haist dem Lehrer Jörg Werner die Begabtenförderung im Fach Deutsch in die Hände gelegt, damit dem Namensgeber des LGL alle Ehre gemacht werde. Schließlich war Gotthold Ephraim Lessing ein bedeutender Dichter und Schriftsteller. Der Schreibwettbewerb wurde ins Leben gerufen und hat sich inzwischen etabliert. Werner führe die Funktion stellvertretend für die ganze Deutsch-Fachschaft aus. Anlässlich der Preisverleihung wurden alle Texte der Teilnehmer vorgestellt und sie erhielten eine Urkunde. Die drei Gymnasiasten, die jeweils den ersten Platz belegten, lasen einen Abschnitt aus ihrem Werk vor und konnten sich über eine Siegerurkunde und ein Buchpräsent freuen. Für die Fünf- und Sechstklässler galten die Themen „LGL wird neu gebaut“ oder „Überflutung am LGL“ angesichts des Bauvorhabens des neuen Biedensand-Campus, so Werner. „Zusammenhalt – keine Chance für Mobbing“ hatten die Siebtklässler zu bewältigen. Beim Besprechen der Schriftwerke waren spannende, aber auch fantasievolle und tollkühne Varianten der Fünf- und Sechstklässler zu hören. Bevor mit dem geplanten Bau des Biedensand-Campus begonnen werden kann, muss die alte Einrichtung erst einmal abgerissen werden. Dabei wird in einer Geschichte eine Falltür entdeckt, die zum Rhein führt.

Traumschule mit Riesenrad

In einem weiteren Werk wird Schulleiterin Silke Weimar-Ekdur entführt, im nächsten stiehlt der stellvertretene Schulleiter Frank Bocksnick die Baupläne und im darauffolgendem dauert der Umbau sehr lange, sodass die Ferien verlängert werden müssen. Eine andere Gymnasiastin beschrieb eine Traumschule mit Popcorn und Riesenrad. Ansprechend fand Werner auch den Bericht einer Schülerin, die sich für ein Fertighaus entschied und auf eine schnelle Bauzeit hofft.

Siegerin Helena Bauer aus der Klasse 5e hatte das Thema Überschwemmung gewählt und las ein Stück ihrer spannungsgeladenen Geschichte vor. In der Jahrgangsstufe sechs machte Luisa Schneider das Rennen. Auch sie griff die Überflutung das LGL auf. Als Gewinner aus Klasse sieben wurde Felix Hofer gekürt. Er schrieb über eine Welt, in der gemobbt wird. Jörg Werner ermutigte die Gymnasiasten, ihrer Fähigkeit weiter nachzugehen. Literatur sei ein wichtiges Kulturgut. „Bleibt am Lesen“, empfahl die Schulleiterin.

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