Lampertheim

Lessing–Gymnasium Kaum Fünft- und Sechstklässler vor Ort

Schulpflicht für alle gilt auch online

Lampertheim.Nach Möglichkeit ist Distanzunterricht zu halten – und zwar mindestens bis Monatsende. So lautet die Vorgabe des Hessischen Kultusministeriums. Ausnahmen für Grundschüler, die Jahrgänge fünf und sechs sowie für Abschlussjahrgänge sind jedoch möglich. Ins Lampertheimer Lessing-Gymnasium ist am ersten Tag nach den Ferien nur eine „äußerst geringe“ Anzahl an Fünft- und Sechstklässlern gekommen, wie Schulleiterin Silke Weimar-Ekdur dieser Redaktion mitteilte, insgesamt waren es nicht einmal zehn Kinder. Alle anderen begannen den ersten Schultag nach den Ferien von zu Hause aus – über die digitale Lernplattform des LGL, die sich auch schon vor Corona-Zeiten bewährt habe, so Weimar-Ekdur. Mit technischen Störungen, wie sie am Montag beispielsweise an rund 200 Schulen in Baden-Württemberg auftraten, sei deshalb auch nicht zu rechnen.

Die Schulleiterin betonte, dass der Präsenzunterricht zwar ausgesetzt sei, nicht aber die Schulpflicht. Das heißt: Auch das sogenannte Homeschooling ist verbindlich. „Wir haben Regeln festgelegt“, erklärte Weimar-Ekdur, die gleichzeitig betonte: „Wir wollen keine Online-Dauerbeschulung.“ Aus Gründen der Konzentrationsfähigkeit verliefe der Unterricht über digitale Medien nicht eins zu eins wie ein normaler Schultag, sondern die Schüler erhielten immer wieder verschiedene Arbeitsaufträge, die sie auch für sich und in Ruhe erledigen könnten. Die Kinder vor Ort würden dabei von einer Lehrkraft beaufsichtigt. Sie bearbeiteten den gleichen Stoff wie die Klassenkameraden zu Hause.

Leistungen werden bewertet

Zwar könnten Leistungen aus dem Distanzunterricht in die Benotung einfließen, Klassenarbeiten sollen bis zu den Halbjahreszeugnissen am 29. Januar jedoch nicht stattfinden. Ausnahmen gibt es aber auch hier: So dürfen in der Q1 (Oberstufe) Klausuren geschrieben werden. Am LGL ist dies im Laufe der Woche der Fall. Die Organisation des Schulbetriebs unter immer wieder neuen, veränderten Vorzeichen sei eine Herausforderung, räumte Weimar-Ekdur ein. Inzwischen könne man zwar auf gewisse Erfahrungen seit dem ersten Lockdown zurückgreifen. „Aber ganz ohne Reibung kann es sicherlich nicht laufen.“ Schon gar nicht sei die Organisation mit der in Nicht-Corona-Zeiten vergleichbar, in denen gravierende Stundenplanänderungen in der Regel zweimal im Schuljahr vorgenommen werden müssten.

Die Rektorin startet dennoch „mit einem positiven Gefühl“ ins neue Jahr: „Jeder wird versuchen, auch diese Phase gut zu gestalten.“ lex

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