Lampertheim

Handball Gleich erklärt sich bereit, notfalls weiterzumachen

Schwierige Trainersuche bei den Lolas

Archivartikel

Lampertheim.Wie geht es weiter bei der FSG Lola? Im vergangenen Sommer wurde die Frauenspielgemeinschaft aus Tvgg Lorsch und TV Lampertheim aus der Taufe gehoben. nach einem schwachen Saisonstart etablierten sich die Handballerinnen im Mittelfeld der Bezirksliga A, rutschten dann aber dramatisch ab. Als der Hessischen Handball-Verband nun beschloss, die Saison vorzeitig zu beenden, war der Tiefpunkt erreicht: Die Lolas steigen als Tabellenletzter ab.

Rein theoretisch hätte die FSG bei noch drei ausstehenden Spielen dem Abstieg entrinnen können, aber nach intensiven Beratungen kam man überein, die Situation hinzunehmen, wie sie ist. Entsprechend konnte auch schon Klassenleiterin Jennifer George mitteilen: „Ja, Lola steigt ab.“ Dabei schmerzt die Loscherin der Gang ihres Heimatvereins in die B-Liga durchaus und sie hofft, dass die FSG dort einen Neustart schafft. Davon geht Florian Gleich aus, der das Team gemeinsam mit Jürgen Held trainierte. Aber ebenso wie Held gab auch Gleich bereits von mehreren Monaten bekannt, für die nächste Runde nicht mehr zur Verfügung zu stehen: „Wir haben beide einfach nicht die Zeit“, erklärt der Loscher auch für seinen Trainerkollegen aus Lampertheim. „Aber die Spielgemeinschaft wird auf alle Fälle fortgeführt, darüber ist man sich in beiden Abteilungen einig“, so Gleich.

Die Suche nach einem neuen Coach gestaltet sich sehr schwierig. Immerhin haben inzwischen zwei Übungsleiter ihre Bereitschaft erklärt, das Team zu trainieren, wenn sich niemand anderes findet. Darunter auch Gleich: „Eigentlich geht es zeitlich nicht mehr, aber bevor niemand da ist, würde sich eine Möglichkeit finden. Ideal wäre es aber nicht“, so der Trainer. Gerade mit Blick auf die weibliche B-Jugend, aus der die ersten Spielerinnen in eineinhalb Jahren als Ergänzungen für die Damenmannschaft zur Verfügung stehen, ist das Aufrechterhalten des Teams notwendig – und entsprechend froh sind die Verantwortlichen, das die aktuellen Spielerinnen dem Team erhalten bleiben. Derzeit plant man mit einem 16er Kader. „Aber die Mannschaft wird auf alle Fälle eine vernünftige Größe haben“, ist Gleich überzeugt. Und auch die Motivation im Team sieht der seitherige Trainer als „hoch“ an.

„Leider blieben zuletzt die Ergebnisse aus“, ärgerte sich der Trainer über den unerwarteten Einbruch. Aus den letzten zehn Spielen seit November hat die FSG nur noch einen einzigen Sieg geholt. „Mit so einer Entwicklung hatten wir alle nicht gerechnet, aber jetzt gilt es, das beste daraus zu machen und in der B-Liga durchzustarten“, hofft Gleich, dass – auch mit einem neuen Trainer – der Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft des Frauenhandballs in Lampertheim und Lorsch gelegt werden kann. Die Corona-Krise macht die Planungen allerdings noch schwerer: „Unsere Gespräche sind erstmal verschoben worden. Wir werden telefonisch versuchen, etwas auf den Weg zu bringen. Aber aktuell ist es sehr schwer, hinsichtlich der Trainersuche etwas zu erreichen“, hofft er, dass es rechtzeitig vor dem Start der Vorbereitung auf die nächste Spielzeit doch noch eine Lösung auf der Trainerbank geben wird, die nicht erneut Gleich heißt. me

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