Lampertheim

Biedensand Bäder Geschäftsführer von großem Interesse an Gründungsversammlung überrascht / Hauptziel: Werbung und Unterstützung bei Veranstaltungen

Schwimmbad hat jetzt einen Förderverein

Archivartikel

Lampertheim.Die ersten und wichtigsten Schritte sind getan, nun fehlt zur offiziellen Gründung des Fördervereins der Biedensand Bäder nur noch die rechtliche Eintragung ins Vereinsregister. Bei der Gründungsversammlung im Alten Rathaus verabschiedeten rund 50 Bürger eine gemeinsame Satzung. Auch ein Vorstand war schnell gefunden: Renate Nagel wird den Verein als Erste Vorsitzende führen, ihr Stellvertreter wird Nico Tamburello. Lediglich der Posten des Schriftführers bleibt vakant.

Mit solch einem Andrang hatte selbst Bäder-Chef Jens Klingler nicht gerechnet. „Ich bin total zufrieden mit dem ersten Treffen und überrascht, dass so viele Leute gekommen sind“, sagte er nach der Versammlung. Für eine Vereinsgründung braucht man in Deutschland sieben Unterschriften – das schaffte der neue Förderverein locker. Viele Lampertheimer sind offenbar bereit, Geld für das Schwimmbad zu stiften.

Die Vereinigung, so steht es in der Satzung, soll die Biedensand Bäder „finanziell und ideell unterstützen“. Die Versammlung einigte sich auf einen jährlichen Mitgliedsbeitrag von zwölf Euro, der nach oben offen ist. „Wer mehr zahlen möchte, kann das gerne – für manche sind zwölf Euro aber viel“, lautete die Erklärung.

Die Mitgliedsbeiträge sollen ohnehin nicht die Haupteinnahmen des Vereins werden. Geld soll insbesondere durch Veranstaltungen verdient werden. Daneben schreibt sich der Verein aber auch das Mitwirken in Sachen Öffentlichkeitsarbeit auf die Fahnen – etwa bei veränderten Öffnungszeiten.

Die Ehrenamtlichen wollen damit Werbung fürs Schwimmbad machen und es „im Bewusstsein der Bürger verankern“. Hauptamtliche Aufgaben sollen aber nicht übernommen werden. Neuvorsitzende Renate Nagel will mit Jens Klingler und den Biedensand Bädern in einem offenen, konstruktiven Austausch stehen. Die 63-jährige lebt seit zehn Jahren in Lampertheim und findet: „Wir können stolz auf unser Schwimmbad sein. Besonders, weil nun auch investiert wird.“ Das Bad erfülle mehrere wichtige Funktionen für Stadt, Schulen und Vereine.

Idee aus Lindenfels

Ihr Stellvertreter Nico Tamburello schätzt das Schwimmbad besonders als Treffpunkt, der „alle gesellschaftlichen Schichten zusammen bringt“. Kassenverwalter wird Philipp Butterfass, der auch den Tanz der Bässe organisiert. Unterstützt wird das Trio von den Beisitzern Torsten Schultrich, Karin Nehring und Sabine Kluge. Alle drei sind regelmäßige Badegäste, Schultrich ist auch Mitglied im Tauchverein.

Die Idee, einen Förderverein zu gründen, kommt übrigens aus Lindenfels. Anders als dort soll der Verein aber nicht dem reinen Erhalt des Bades dienen. Der stünde laut Klingler ohnehin nicht zur Disposition. Vielmehr sei der Förderverein in Lampertheim darauf ausgelegt, die Leistungsstandards zu unterstützen. ksm

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